Kultur

Überwintern mit Jazz: Von Marsalis zu den Kuba-Altmeistern

Gegen grausiges Winterwetter hilft u.a. der Gang in einen kuscheligen Jazz-Klub oder eine honorige Location mit Jazz-Tradition wie das Wiener Konzerthaus. Die APA hat daher die jazzig/bluesigen Highlights der nächsten Monate zusammengestellt, mit einem kurzen Ausblick auf den groovigen Frühling. (Nur) einige der Stars: Wynton Marsalis, Chucho Valdes/Gonzalo Rubalcaba und Terence Blanchard.

Wynton Marsalis gastiert wieder in Österreich SN/APA (AFP/Getty)/Andrew Toth
Wynton Marsalis gastiert wieder in Österreich

Das Neue Jahr beginnt aber erstmal mit einem Altstar aus Österreich: Gitarristenlegende Karl Ratzer spielt sowohl zu Silvester als auch zu Neujahr im Porgy & Bess - der Blues ist also auch 2018 garantiert. Aktueller Anspieltipp des Unverwüstlichen: "My Time". Ebenfalls einen "Doppel-Abend" gibt es am 30. und 31. Jänner im Wiener Konzerthaus: Star-Trompeter Wynton Marsalis gastiert mit "seinem" Jazz at Lincoln Center Orchestra und doziert zuerst in einem Personality-Feature über Benny Goodman ("King of Swing"), ehe sich der "Oberlehrer" des Jazz "The Art of Brass" vornimmt ("Dizzy, Miles, and many more"). Zuvor serviert man im Porgy & Bess ebenfalls exzellente - und deutlich weniger hochnäsige - heimische Kost: das Dickbauer Collective am 19. Jänner und tags darauf Saxofonist Harry Sokal & Depart (Special Guest: der US-Jazz/Rock-Fusion-Gitarrist Jean-Paul Bourelly). Der in Wels (OÖ) gebürtige Saxofonist Klaus Dickbauer spielt übrigens am 30. Jänner abermals im Porgy ("Triple Ay") - kleiner Tipp für den Fall, dass jemand keine Karten für den ersten Marsalis-Abend im Konzerthaus ergattern konnte.

Ein äußerst interessanter musikalischer Ausflug steht dann am 24. Jänner im Konzerthaus auf dem Programm: Die grandiose, aus Benin gebürtige Angelique Kidjo begibt sich mit dem kubanischen Sänger und Percussionisten Pedrito Martinez in die Welt des Salsa. In eine völlig andere (Musik-)Region verschlägt es den Jazzfan am 14. Februar im ORF RadioKulturHaus: "Mr. Balkan Bass" Nenad Vasilic spielt mit seinem Trio auf. Genau eine Woche später kommt der mehrfach Grammy-ausgezeichnete US-Trompeter Terence Blanchard mit dem E-Collective ins Konzerthaus (gemeinsames Album "Breathless"). Am 5. März spielen Dobrek Bistro endlich wieder einmal ein größeres Konzert (Orpheum). Die Partie rund um den aus Polen nach Wien ausgewanderten Akkordeonisten Krzysztof Dobrek garantiert live immer einen mitreißenden "Welt"-Musikabend.

Am 7. März erklingt das Konzerthaus dann komplett kubanisch: Altmeister Chucho Valdes (76) und "Jüngling" Gonzalo Rubalcaba (54) greifen gemeinsam in die Tasten - ihr Projekt "Trance" ist eine Fusion von Bolero, Son, Jazz und Klassik. Streng nostalgisch im traditionellen US-Big Band-Sound klingt der Jazz-Winter dann am 18. März aus, und zwar mit dem Glenn Miller Orchestra (Konzerthaus). Doch es gibt ja gleich im Anschluss den Frühlingsbeginn: Am 20. März verbreiten US-Pianist Kevin Hays und Gitarrist Lionel Loueke "Hope" (Konzerthaus-Mozartsaal). Der Elektro-Saitenkünstler aus Benin mit seinen oftmals schrägen Sounds war 2017 gleich zweimal in Wien: als Lead-Gitarrist von Herbie Hancock und der Corea/Gadd Band - mehr Empfehlung geht nicht. Weiter Highlights des Jazz-Frühlings: Rufus Wainwright (5.4. Porgy & Bess), Lizz Wright (11.4., Konzerthaus), Marc Ribot Ceramic Dog (24.4., Sargfabrik), Kenny Barron (24.4., Konzerthaus-Mozartsaal/"75 Years Jubilee Concert"), John Scofiled (4.5., Porgy & Bess), Bobby McFerrin (8.5., Konzerthaus) und das Brad Mehldau Trio (18.5., Konzerthaus).

(APA)

Aufgerufen am 26.04.2018 um 10:02 auf https://www.sn.at/kultur/ueberwintern-mit-jazz-von-marsalis-zu-den-kuba-altmeistern-22351309

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