Kultur

Vatikanische Museen bekommen neues Webportal

Die vatikanischen Museen bekommen eine neue Webseite. Unter der Adresse museivaticani.va sind Informationen in fünf Sprachen, darunter Deutsch, abrufbar. Das Webportal wurde am Montag von der neuen Leiterin der päpstlichen Sammlungen, Barbara Jatta, vorgestellt. Zahlreiche Bilder und Videos enthält die Webseite, die Besucher anregen soll, die Kunstsammlung der Päpste zu besuchen.

Internet-Surfer erhalten über das Webportal auch Informationen über die Führungen durch die vatikanischen Gärten und die päpstliche Sommerresidenz in Castel Gandolfo, die Papst Franziskus vor einigen Monaten für Besucher geöffnet hatte. Die Kunstschätze der Päpste sollen für möglichst alle Menschen zugänglich sein, sagte Jatta.

"Die Museen sind entstanden als elitäre Räume des Kunstgenusses für die adelige oder kirchliche Elite. Eine abgeschlossene Form des Kunstgenusses. Heute sind sie zum Glück Orte geworden, die Millionen von Besuchern anziehen", so Jatta. Sie ist die als erste Frau, die die vatikanischen Museen seit deren Gründung 1506 leitet.

Jatta möchte den Online-Verkauf von Eintrittskarten stark fördern, um die Schlangen vor dem Eintritt der Sammlungen möglichst ganz aufzulösen. Auch auf Digitalisierung will die Leiterin verstärkt setzen.

Die 54-jährige Kunsthistorikerin Jatta aus Rom steht seit dem 1. Jänner an der Spitze der Vatikanischen Museen. Sie ist Spezialistin für Kunstgeschichte der Grafik und war von 1981 bis 1996 für das Nationale Grafik-Institut Italiens als Restauratorin und in der Katalogisierung tätig. 1996 wurde sie Leiterin des Kabinetts für Drucke in den Vatikanischen Museen. In dieser Rolle war sie mit zuständig für Ausstellungen und Neuerwerbungen. 2010 ernannte Papst Benedikt XVI. (2005 bis 2013) sie zusätzlich zur Kuratorin der Drucke in der Vatikanbibliothek.

Quelle: APA

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