Kultur

Von Krise zu Renaissance: Roms Opernhaus feiert Neustart

Nach der schmerzhaften Trennung von seinem Ehrenpräsidenten Riccardo Muti 2014 und einer radikalen Umstrukturierung hat Roms Opernhaus den Neubeginn geschafft. Im Zeitraum 2014 bis 2016 meldete die "Opera di Roma" ein Zuwachs bei den Einnahmen von 51 Prozent. Die Zahl der Zuschauer kletterte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 bis 2014 um 28 Prozent, freute sich Intendant Carlo Fuortes.

"Wir haben in den letzten zwei Jahren einen riesigen Weg hinter uns gebracht. Die Resultate übertreffen meine rosigsten Erwartungen", sagte Fuortes. Neben der Bilanzsanierung durch Kostenabbau sei die Produktivität des Personals stark gestiegen. Dank einer besseren Planung und eines moderneren Angebots sei es zu starkem Zuschauerwachstum gekommen. Auch internationale Koproduktionen seien in die Wege geleitet worden. Die Kommunikations- und Marketingstrategie des Theaters habe sich wesentlich gebessert, sagte Fortes nach Medienangaben.

Der Neustart des Opernhaus lockt Privatsponsoren. Die römische Gemeinde bestätigte außerdem für die nächsten Jahre Finanzierungen von 15 Millionen Euro pro Jahr. Das sind immerhin sieben Millionen weniger als 2012. Im September 2014 hatte das in finanzielle Nöte geratene Opernhaus den Abgang des Stardirigenten Muti hinnehmen müssen, der sich im Streit mit der Theaterführung getrennt hatte. Er sehe keine Grundlage für eine erfolgreiche und ruhige Arbeit an dem Theater, hatte er seinen Rücktritt erklärt. Im Oktober 2014 waren im Rahmen einer kollektiven Kündigung 182 Mitglieder des Orchesters und des Chors entlassen worden. Die Kündigungen waren danach widerrufen worden, die Musiker mussten jedoch Vertragsänderungen hinnehmen. Dank der Vertragsänderung konnte die römische Oper stark sparen.

Quelle: APA

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