Kultur

Weltpremiere für neues Falco-Musical in Deutschland

Kempten wird zu Wien: Die Stadt im Allgäu ist Ende der Woche nämlich Schauplatz einer Weltpremiere mit reichlich Österreichbezug.

Falco wäre am 19. Februar 60 geworden.  SN/APA (dpa)/B3503 Jörg Schmitt
Falco wäre am 19. Februar 60 geworden.

Am 20. Jänner ist in der örtlichen Bigbox das neue Falco-Musical erstmals zu erleben. Der Passauer Produzent Oliver Forster, der bereits ein Elvis-Musical sowie "All You Need Is Love" über die Beatles mitverantwortete, steckt hinter dem Vorhaben zum 60er des Falken. Diesen hätte Johann Hölzel am 19. Februar 2017 gefeiert. Wenige Wochen davor ist die turbulente wie erfolgreiche Karriere des Musikers nun in dramatisierter Form wieder zu erleben - von den Anfängen bei Stefan Webers Drahdiwaberl über die ersten Schritte als Solokünstler bis zum Welterfolg mit Songs wie "Rock Me Amadeus", inklusive Nummer-Eins-Position in den US-Charts. Das Musical soll laut Angaben der Veranstalter "der Poplegende aus Wien ein (weiteres) würdiges Denkmal" setzen.

Immerhin ist es nicht das erste Mal, dass Falcos Leben als Vorlage für Bühne oder Film dient: Von Joshua Sobols "Falco - A Cyber Show" über das in Berlin uraufgeführte "Falco meets Amadeus" bis zum 2008 veröffentlichten Filmdrama "Falco - Verdammt, wir leben noch!" von Thomas Roth reicht die Auswahl. Erst vor rund vier Jahren folgte in Trier das Tanzstück "Falco - The Spirit Never Dies", das auf seinen Umgang mit dem Showbusiness fokussierte, bei dem nicht zuletzt Drogen und Alkohol eine Rolle spielten.

Weniger düster dürfte nun die Ausformung von "Falco - Das Musical" ausfallen. Stattdessen wird in der Regie von Peter Rein und unter der musikalischen Leitung von Falcos langjährigem Bandleader Thomas Rabitsch eine zweistündige Live-Show mit allen Hits des österreichischen Superstars angekündigt, ein "verrücktes und bildgewaltiges" Unterfangen, das auch Tanzeinlagen nicht aussparen wird. Nicht zuletzt Original-Videosequenzen versprechen dabei "einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt Hans Hölzels alias Falco". Die Songs werden dabei live interpretiert. Für die Titelrolle wurde Alexander Kerbst gewonnen, der bereits in "Falco meets Amadeus" in die Rolle des Sängers geschlüpft ist und gemeinsam mit Stefanie Kock das Buch verantwortet.

Falcos ehemaliger Manager Horst Bork, der 2009 das Buch "Falco: Die Wahrheit. Wie es wirklich war - sein Manager erzählt" veröffentlicht hat und beim Musical als Berater fungiert, sieht in der Karriere seines Schützlings "einen schwierigen Stoff" für ein Bühnenwerk. "Auf der einen Seite soll das Musical unterhalten und den Star rühmen. Auf der anderen Seite gibt es die Schattenseiten in Falcos Leben, die man nicht verschweigen kann und auch nicht verschweigen sollte", wird er zitiert. Letztlich könne die Show wieder vieles ins Gedächtnis bringen und "einiges von der Faszination vermitteln, die Falco damals zum Weltstar gemacht hat".

Nach dem Auftakt in Kempten sowie weiteren Terminen in Deutschland, gastiert "Falco - Das Musical" ab 28. März auch in Österreich. Einige Termine in Wien und Linz sind bereits ausverkauft, weshalb Zusatzshows für den Mai angekündigt wurden. Und auch in der Schweiz wird das Spektakel mehrfach zu erleben sein.

Quelle: APA

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