Leben

Dauerbrenner Duftkerzen

Duftkerzen haben immer Saison. Besonders aber nun, wenn es draußen kalt, finster und feucht ist. Dann laufen sie zu Hochform auf, schenken Wärme und Wohlbehagen und auch ein wenig Zuversicht.

Dass Düfte unmittelbar auf die Stimmung wirken, ist nichts Neues, denn unser Geruchssinn ist eng mit Erinnerungen und Gefühlen verbunden. Ein Umstand, den sich Düfte im Allgemeinen und natürlich auch Duftkerzen zunutze machen.

Duftkerzen haben nun Hochsaison. Ihr weiches, warmes Licht hat etwas Vertrautes, ja fast etwas Tröstliches. Der Anblick einer sanft brennenden Kerze hat etwas Kontemplatives und macht ruhiger, der feine Duft hebt die Stimmung. Und das wieder ist etwas, das wir derzeit alle ganz gut brauchen können, denn die Zeiten waren bekanntlich auch schon einmal leichter.

Schönes Licht, edler Duft

Von Licht und Duft abgesehen präsentieren sich Duftkerzen als äußerst dekorative Objekte. Designer arbeiten hier nicht nur mit weißem, sondern auch mit farbigem, mitunter mit beschichtetem oder recyceltem Glas oder mit edlem Porzellan. Dass es oft große Dufthäuser wie Armani, Editions de Parfums Frédéric Malle, Jo Malone, Diptyque, Maison Francis Kurkdjian, Le Labo oder Acqua di Parma sind, die Duftkerzen auf den Markt bringen - und einige von ihnen tun das schon seit vielen Jahren -, sorgt für virtuoses Dufterlebnis und hohe Qualität.

Docht & Wachs

Beim Kauf einer Duftkerze sollte man darauf achten, aus welchem Wachs sie hergestellt wurde und wie der Docht gestaltet ist. Viele Kerzen können problematisch für die Umwelt und die Gesundheit sein. Denn sie enthalten oft Paraffine, ein Abfallprodukt aus der Erdölindustrie, und arbeiten mit synthetischen Industriedüften, die zu Kopfschmerzen und Allergien führen können. Als bedenklich gelten auch Metalldochte, die Bleidämpfe freisetzen können.

Die bessere Wahl sind Kerzen auf pflanzlicher Basis, aus Pflanzenwachsen und naturreinen ätherischen Ölen. Das österreichische Kosmetiklabel Less is More (www.lessismore.at) hat kürzlich seine erste Duftkerze, die nach Lavendel, Atlaszeder, Patschuli und Weihrauch duftet, auf den Markt gebracht. Aus rein pflanzlichem Wachs, das aus schnell nachwachsenden Pflanzen gewonnen wird. Für den Duft wurden biozertifizierte ätherische Öle verwendet, der spezielle, aus Baumwolle geflochtene Docht sorgt für eine helle, sanft flackernde Flamme und einen besonders schönen Abbrand der Kerze.

Schon länger, nämlich seit Ende 2014, im Duftkerzenbusiness sind Julia Schliefsteiner und Markus Niederfriniger aus Hof bei Salzburg mit ihren Looops Candels (www.looopskerzen.at). Sie verwenden ebenfalls ausgewählte naturreine ätherische Öle sowie eine Rapswachsmischung, die nicht nur in Europa heranwächst, sondern auch in Europa verarbeitet wird. Kerzen aus natürlichem Wachs brennen übrigens länger und rußfreier als solche aus Paraffin.

Nachhaltigkeit im Kleinen

Natürliche Wachse, nachhaltige Inhaltsstoffe aus ethisch einwandfreien Quellen, wiederverwendbares und recycelbares Glas und Porzellan - der globale Trend zu (mehr) Nachhaltigkeit ist auch in scheinbar nebensächlichen Bereichen angekommen.

Aufgerufen am 27.01.2022 um 04:55 auf https://www.sn.at/leben/dauerbrenner-duftkerzen-114068038

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