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Gartenpflege: Jeder Tropfen zählt

Auch in Österreich wird es immer trockener. Mit einem intelligenten Bewässerungssystem lassen sich Rasen und Beete mit wenig Wasserverbrauch ausreichend bewässern.

Bewässerungssysteme gibt es auch für Töpfe und Beete. SN/gardena
Bewässerungssysteme gibt es auch für Töpfe und Beete.

Der meteorologische Frühling verlief dieses Jahr 2021 sehr trocken. Eine Auswertung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zeigt, dass in den Monaten März und April um rund 40 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel fiel. Historisch gesehen ist diese Trockenheit bemerkenswert. In den letzten 163 Jahren, 1893, 1946, und 2003 brachten diese beiden Monate nur drei Mal weniger Niederschlag als heuer.

Trockenheit im Frühling immer häufiger

Dieser Trend zur Trockenheit zeichnet sich seit den 2000-er Jahren ab. "Der Grund dafür ist noch nicht ganz klar", sagt Klimaforscher Klaus Haslinger von ZAMG. "Einerseits fällt diese Änderung mit der markanten Erwärmung in Österreich und Europa zusammen, andererseits sehen wir in den langen Datenreihen des Niederschlags in Österreich und allgemein in Europa oft langfristige Schwankungen, die mit natürlichen Veränderungen der großräumigen Zirkulation in der Atmosphäre und in den Ozeanen zusammenhängen."

Gleichzeitig entnehmen die Menschen zunehmend mehr Wasser für die Trinkwasserversorgung, die landwirtschaftliche Bewässerung, die industrielle Produktion und für Freizeitnutzungen. So verbraucht laut der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) jede Person täglich zirka 130 Liter Wasser. Rund ein Zehntel davon geht in den Bereich Wohnung, Garten und Autopflege.

Wasserverbrauch zur Gartenbewässerung reduziert

Der Wasserverbrauch zur Gartenbewässerung kann aber mit intelligenten Lösungen sinnvoll reduziert werden. Mit effizienter Bewässerung lassen sich so bis zu 70 Prozent Wasser einsparen. Zugleich erhält die Pflanze genau das, was sie braucht. Sie wird optimal versorgt und bekommt nicht zu viel oder zu wenig vom kostbaren Nass. Bessere Ernte, gesundes Wachstum und weniger Krankheiten, so lautet das Ziel. Das belegt eine im Jahr 2019 veröffentlichte Untersuchung der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf im Auftrag von Gardena. Die Gartenbesitzer profitieren davon gleich in doppelter Hinsicht: Sie tun nicht nur der Umwelt und ihren Pflanzen etwas Gutes, sondern auch sich selbst. Denn cleveres Bewässern ist extrem komfortabel. Und noch mehr als das: Mit der richtigen Bewässerung spart man zudem Zeit.

Tropfbewässerung für jede einzelne Pflanze

Gartenfreunde können dabei entscheiden, wie viel Komfort sie bei der Bewässerung ihrer grünen Oase genießen wollen. In Schritt eins versorgt eine Tropfbewässerung die Pflanzen zielgenau Tropfen für Tropfen. Allerdings ist es natürlich ganz schön zeitaufwendig, wenn man dem unterschiedlichen Wasserbedarf jeder einzelnen Pflanze im Garten gerecht werden will. Denn dabei kommt es nicht nur auf die richtige Menge Wasser an, sondern ebenso darauf, es im zweiten Schritt den Pflanzen zur richtigen Zeit und in den richtigen Intervallen zu geben.

Tropfen für Tropfen an der richtigen Stelle. SN/gardena
Tropfen für Tropfen an der richtigen Stelle.

Automatische Bewässerungssteuerung

Eine automatische Bewässerungssteuerung macht genau das. Auf Balkon und Terrasse funktioniert das auch während des Urlaubs sogar dann, wenn weder Strom- noch Wasseranschluss vorhanden sind. Ein praktisches Set enthält alles, was für die Bewässerung von bis zu 20 Pflanzen in Kästen und Töpfen benötigt wird, und ist direkt einsatzbereit. Die Einstellung ist einfach zu erledigen. Die Steuereinheit mit integrierter Pumpe ist solarbetrieben und äußerst kompakt. Sie kann wahlweise freistehend, am Wasserbehälter oder am Balkongeländer aufgehängt oder an der Wand montiert werden. Die Micro-Drip-Komponenten garantieren eine gleichmäßige Wasserverteilung durch druckausgleichende Tropfer.

Mengenregulierung zur Feineinstellung

Auch wer große Flächen zu pflegen hat, kann das Gießen getrost einem automatischen Bewässerungssystem überlassen. Die Regner bewässern rechteckige und quadratische Flächen bequem, akkurat und verlässlich. Viele Modelle verfügen über eine Mengenregulierung zur Feineinstellung der zu beregnenden Fläche und haben dank extra breiter Füße einen stabilen Stand.
Die wetterbeständigen Tools sorgen für eine zuverlässige und gleichmäßige Bewässerung von neun bis 350 Quadratmetern. Solche Regner gibt es auch für Gemüse- und Blumenbeete.

Viereckregner für die einfache Rasenbewässerung. SN/gardena
Viereckregner für die einfache Rasenbewässerung.

Sie sind einfach und schnell dort zu platzieren, wo sie zum Einsatz kommen sollen. Sprengbreite und Mengenregulierung lassen sich leicht und intuitiv einstellen. So gelangt das Wasser wirklich nur dorthin, wo es tatsächlich benötigt wird. Alle Viereckregner sind leicht von Kalk zu befreien. Ein innen liegender Metallfilter verhindert bei allen Regnern, dass Schmutz in das Gerät gelangt. Der Filter ist von außen deutlich zu sehen und kann zur Reinigung problemlos entnommen werden.

Wasser in Österreich

Österreich ist mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von zirka 1100 mm pro Jahr eines der wasserreichsten Länder Europas. Umgerechnet sind das etwa 92 Kubikkilometer Wasser, das ist das doppelte Volumen des Bodensees. Je 50 Prozent des Trinkwassers kommen aus Grundwasserressourcen und Quellen. Wasser ist das Lebensmittel Nummer eins, Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe und Haushalte benötigen Wasser. Wasser wird zur Energieerzeugung genutzt, ist wichtig für Tourismus, Freizeitgestaltung und Erholung. Flüsse, Bäche und Seen sind einzigartiger Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Wasser reguliert das Klima. Das Abwasser wird behandelt, gereinigt und über die Flüsse in den Wasserkreislauf rückgeführt. Der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch beträgt etwa 130 Liter pro Tag und Kopf, ohne Einbeziehung von Gewerbe, Industrie und Großverbrauchern. Im Haushalt werden davon zum Duschen und Baden 22 Prozent verwendet, für die Toilettenspülung 25, zum Wäschewaschen zehn und zum Geschirrspülen zwei Prozent. Im Außenbereich werden 14 Prozent verbraucht. Über die Wasserhähne in Bad, WC und Küche fließen 27 Prozent.

Aufgerufen am 21.01.2022 um 03:02 auf https://www.sn.at/leben/gartenpflege-jeder-tropfen-zaehlt-104291875

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