Leben

Gemeinsamer Schlaf - Herausforderung im Alltag

Paare schlafen zumeist gemeinsam. Doch das hat Tücken. Schnarchen stört ebenso den Schlaf wie Sorgen oder die Gedankenspirale. Sex hat in den Schlafzimmern aber immer Saison.

Guter Schlaf ist wichtig. So manche Ablenkung ist aber durchaus willkommen. SN/shutterstock-andriano.cz
Guter Schlaf ist wichtig. So manche Ablenkung ist aber durchaus willkommen.

Erholsamer Schlaf gilt allgemein als erstrebenswertes Ziel, das allerdings nicht jede Nacht leicht zu erreichen ist. Vor allem bei Paaren besteht oft die Herausforderung, auch den Schlaf des Partners möglichst angenehm zu gestalten, um gemeinsam zur Ruhe finden zu können.

Störfaktoren

45 Prozent der Österreicher geben an, sich nach dem Schlafen völlig erschöpft, verspannt oder gereizt zu fühlen. Das zeigt die Marketagent-Studie "Schlafgewohnheiten". Den Schlaf rauben vor allem Sorgen und die vielen bekannte Gedankenspirale (57 Prozent). Jeder dritte Befragte leidet unter Stress, 27 Prozent klagen über Verspannungen und Rückenschmerzen nach dem Aufwachen.

Ein besonderer Störfaktor für viele Frauen ist der schnarchende Partner: Fast jede zweite in einer Beziehung lebende Befragte fühlt sich vom geräuschvollen Atmen ihres Bettgenossen oder ihrer Bettgenossin beeinträchtigt. Zu den "Schnarchbären" Österreichs zählen die Wiener (39 Prozent), gefolgt von den Niederösterreichern und Burgenländern (35 Prozent).

Dem Bettgeflüster tut dies allerdings keinen Abbruch: Für drei von zehn Tiroler und Vorarlberger Befragten gehört Sex zum liebsten Einschlafritual. Das ist Platz eins in Österreich.

Getrennte Betten

Gemeinsam ein Bett zu teilen ist nicht in jeder Beziehung ein Muss. Jedes zehnte Paar gibt in der Schlafstudie an, getrennt voneinander zu schlafen. Vor allem die Kärntner legen Wert auf Distanz: 16 Prozent der Paare legen sich im südlichsten Bundesland Österreichs nicht gemeinsam zur Ruhe. Je länger die Beziehung, desto stärker ist der Wunsch nach getrennten Betten oder Schlafzimmern.

Gekuschelt wird in Österreich während des Schlafens nur in jedem zweiten Bett. Nur 15 Prozent der Befragten schlafen in Löffelchenstellung. Die Hälfte der Paare gibt an, sich während des Schlafens überhaupt nicht zu berühren.

Zeitvertreib bei schlaflosen Nächten

Fast jede Österreicherin und jeder Österreicher kennt das Gefühl, von Schlaflosigkeit geplagt zu sein. In Nächten, in denen der Sandmann eine Ewigkeit auf sich warten lässt, greift jede vierte Frau zum Buch als Einschlafhilfe. Unter den männlichen Befragten zählen das Fernsehen und/oder Streamen von Filmen, Serien und YouTube-Videos zum beliebtesten Zeitvertreib in schlaflosen Nächten (21 Prozent). Unter den weiblichen Studienteilnehmerinnen ist neben dem Fernsehen und Streamen (17 Prozent) auch das Checken der eigenen Social-Media-Kanäle ein probater Zeitvertreib (13 Prozent). Einem spontanen Schäferstündchen sind vor allem Männer nicht abgeneigt: Mehr als sieben Prozent der Befragten geben an, ihre Partnerin oder ihren Partner in schlaflosen Nächten aufzuwecken, um sie oder ihn zum Sex zu verführen.

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