Gesund in die Zukunft

Die neuen Leiter der Rotkreuz-Jugend

Michael "Mike" Hinterhofer ist schon 25 Jahre beim Roten Kreuz; Sebastian Minichmayr fesselte der Zivildienst so, dass er ebenfalls mit dem Rotkreuz-Virus infiziert wurde. Die beiden traten nun die Nachfolge vom ehemaligen Landesjugendreferent Bert Neuhofer an und leiten gemeinsam die Jugendgruppen: Mike als Landesjugendreferent, Sebastian als Leiter der Jugendgruppen.

Die neuen Leiter der Rotkreuz-Jugend  SN/roteskreuz
Die neuen Leiter der Rotkreuz-Jugend

Marie Schulz vom Roten Kreuz hat die Beiden zum Gespräch getroffen.

Marie Schulz (MS): Lieber Sebastian, lieber Mike! Vorab darf ich Euch zu Euren Funktionen gratulieren. Wie ist es denn zu dieser Entwicklung gekommen?

Mike Hinterhofer (MH): "Naja, als Bert Neuhofer angekündigt hat, dass er seine Funktion als Landesjugendreferent zurücklegen wird, haben wir uns natürlich alle Gedanken gemacht, wie es denn jetzt weitergeht. Bis dahin hat Bert zwei Funktionen inne gehabt: den Landesjugendreferent und den Leiter der Jugendservicestelle. Jetzt wurde das aufgeteilt - wir ersetzen quasi Bert jeweils zu 50 Prozent. Ich als ehrenamtlicher Landesjugendreferent und Sebastian als hauptamtlicher Leiter der Jugendgruppen."

Sebastian Minichmayr (SM): "Genau so ist es - so können wir uns die Aufgaben optimal teilen und gemeinsam die Jugendlichen und Jugendgruppenleiter so gut wie möglich betreuen und servicieren."

MS: Wie seid Ihr zwei eigentlich zum Roten Kreuz gekommen?


SM: "Bei mir ist das über den Zivildienst gegangen, den ich in Saalfelden gemacht habe. Ich habe vorher eine Ausbildung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger gemacht - und konnte mir eigentlich gar nicht vorstellen, dass mir Akutnotfälle liegen. Aber ich wurde eines besseren belehrt und bin nach meinem Zivildienst freiwillig in Saalfelden geblieben." (lacht)

MH: "Ich habe auch während meinem Präsenzdienst beschlossen, dass ich mich sozial engagieren möchte. Ich war dort in der Sanitätseinheit beim Militär und hab danach gemerkt, dass mir der soziale Aspekt in meinem Job in der IT fehlt. Deswegen bin ich dann zum Roten Kreuz nach Hallein gegangen."

MS: Also habt Ihr eigentlich beide recht klassisch im Sanitätsdienst angefangen - wie kam dann der Weg in die Jugend?

MH: "Also mich hat das Thema Jugend schon immer beschäftigt, und deswegen habe ich, als sich in Hallein die Möglichkeit ergeben hat, auch sofort gesagt dass ich mitmache. Ab der Jahrtausendwende habe ich dann die Gruppenleitung der Jugendgruppe Hallein übernommen. Und dann haben sich immer mehr Möglichkeiten aufgetan, auch international mit unseren Jugendgruppen unterwegs zu sein und bei Bewerben mitzumachen. Da waren wir dann ziemlich viel unterwegs (lacht). Das hat mir auch sehr gefallen - dieser internationale Austausch, der einen dazu bewegt, über seinen Tellerrand hinauszuschauen. Diese Erinnerungen sind schon Highlights. In dieser Zeit sind unter den Jugendlichen Freundschaften entstanden, die zum Teil noch bis heute anhalten."

SM: "Ich wurde eigentlich schon während meines Zivildienstes von einer Gruppenbetreuerin gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, in der Jugendarbeit mitzuhelfen. Und dann ging eigentlich alles sehr schnell, ich habe dann meinen Erste-Hilfe-Lehrbeauftragten, später meinen Sanitätshilfe-Lehrbeauftragten gemacht und bin dann in die Ausbildungsakademie im Landesverband gekommen - habe aber die Jugendgruppe in Saalfelden betreut. Schritt für Schritt bin ich dann in die Jugendarbeit vom Landesverband - also bundesweit - gewechselt und jetzt seit dem Sommer hundert Prozent angestellt. Mittlerweile bin ich auch als Rettungssanitäter gewandert und in der Kolonne Flachgau Nord."

MS: Was macht die Jugendarbeit für Euch so besonders?

SM: (überlegt) "Das sind viele Faktoren. In der Jugendarbeit traut man sich, auch mal Dinge und innovative Ansätze auszuprobieren. Und ich mag die zwei Seiten an meinem Job. Da ist auf der einen Seite die organisatorische Komponente, und auf der anderen Seite darf ich der sein, der draußen steht, coole Projekte umsetzt und auch mal Zeit mit den Mitgliedern verbringt. Und schön ist auch die Bandbreite an Menschen, mit denen wir arbeiten. Das geht von 6 bis 17 Jahren - da kann man auf der einen Seite ein bisschen Kind sein und auf der anderen Seite bei ersten Teenager-Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen."

MH: "Neben dem Fakt, dass mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr viel Spaß macht, finde ich es toll zu sehen, wenn sich die Jugendlichen etwas mitnehmen. Wenn sich Freundschaften entwickeln, wenn sie etwas für "draußen" lernen. Auch den unausgesprochenen Dank, der von den Gruppen ausgeht, ist toll. Außerdem ist der Umgang so wahnsinnig herzlich und offen. Du siehst, ich schätze eine Menge Sachen an der Jugend (lacht)."

Österreichisches Rotes Kreuz
Landesverband Salzburg

E: landesverband@s.roteskreuz.at
W: www.s.roteskreuz.at
Quelle: Anzeige

Aufgerufen am 04.12.2020 um 12:45 auf https://www.sn.at/leben/gesund-in-die-zukunft/die-neuen-leiter-der-rotkreuz-jugend-62829337

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