Gesundheit

Kampf gegen HIV und Hepatitis: Testwoche startet

Schon einmal an einen HIV- und Hepatitistest gedacht? Viele Menschen sind sich ihrer Infektion nicht bewusst. Deshalb gilt jetzt eine Woche lang das Motto: Testen. Behandeln. Vorbeugen.

Kampf gegen HIV und Hepatitis: Testwoche startet SN/ots/juergen hammerschmid
Alfons Haider ist Testbotschafter der Europäischen HIV und Hepatitstestwoche. Haider betont: "Es ist wichtig, keine Angst zu haben, sich testen zu lassen und offen über HIV und Hepatitis zu sprechen."

In Österreich wird diese Initiative vom Gesundheitsministerium, von medizinischen Fachgesellschaften, von der Hepatitis Hilfe Österreich und den AIDS-Hilfen Österreichs getragen.

Die Website www.testwoche.net informiert über Übertragungsrisiken, regionale Testangebote, Behandlungsmöglichkeiten und die Vorteile einer frühen Diagnose.

Ein Infektionsrisiko wird bestimmten Personengruppen zugeschrieben, die bereits auf Grund ihrer sexuellen Orientierung, Ethnie oder aus anderen Gründen diskriminiert werden.

Menschen, die sich keiner dieser Gruppen zugehörig fühlen oder fühlen wollen, verdrängen oft das eigene Infektionsrisiko und vermeiden den Test.

Die Europäische HIV- und Hepatitis Testwoche (18. bis 25. November) begegnet diesen Vorurteilen und tritt krankheitsbedingter Diskriminierung entgegen. Sie liefert einen wichtigen Beitrag zu einem normalen Umgang mit der Krankheit und dem eigenen Risiko- und Testverhalten. So kann krankheitsbedingte Diskriminierung bekämpft werden als Voraussetzung für wirksame Prävention.

"Die Europäische Testwoche hat zum Ziel, das Bewusstsein über HIV- und Hepatitis Erkrankungen zu schärfen", erklärt Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser. Im Rahmen der Testwoche werden alle Personen, ganz besonders jene mit einem hohen Risikoverhalten, zum Test eingeladen, damit sie Kenntnis über ihren eigenen HIV- und Hepatitis-Status erlangen. "Daher unterstützt das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen die Europäische Testwoche", so Oberhauser.

In Europa leben 2,5 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, zirka 13,3 Millionen Menschen mit Hepatitis B und 15 Millionen Menschen mit Hepatitis C. Diese Anzahl an HIV- bzw. Hepatitis infizierten Menschen verdeutlichen dringenden Handlungsbedarf.

Denn eine späte Diagnose, verbunden mit einem späten Zugang zur Therapie, kann den Therapieerfolg mindern und zu Komplikationen führen. Eine verstärkte Motivation und Information zum Test ist daher essentiell.

"Persönliche Diskriminierungserfahrungen und Angst vor sozialer Stigmatisierung im Falle eines positiven Tests halten viele Menschen davon ab, einen HIV-Test zu machen" sagt Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien. "Daher müssen wir alle gegen Diskriminierung und Ungleichbehandlung kämpfen und Testbarrieren abbauen."

Tests bei Aidshilfe in Salzburg

In Salzburg führt die Aidshilfe (Linzer Bundesstraße 10) die Tests durch. Die Termine sind der Montag, 21. November (17 bis 19 Uhr) sowie der Donnerstag, 24. November (17 bis 19 Uhr). Informationen: (0662)-881488.

Die Aidshilfen bieten den HIV-Antikörpertest kostenlos und anonym an.

Quelle: Ots

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