Gesundheit

Muskelverletzungen heilen mit Stoßwellentherapie rascher

Eine Untersuchung der Universität Salzburg weist Erfolg der Stoßwellentherapie nach.

Muskelverletzungen heilen mit Stoßwellentherapie rascher SN/www.BilderBox.com
Verletzte Sportler, die smit Stoßwellentherapie behandelt werden, können dadurch rascher wieder ins Training zurück.WODICKA

An der Universität Salzburg ist nun erstmals nachgewiesen worden, dass die sogenannte extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei der Behandlung von Muskelverletzungen zu einer beschleunigten Regeneration von Muskelgewebe führt. Verletzte Sportler, die so behandelt werden, können dadurch rascher wieder ins Training zurück.

Trotz einer Reihe von therapeutischen Möglichkeiten heilen Muskelverletzungen eher langsam und oft unvollständig. Bereits etablierte Therapiemöglichkeiten sind oft ineffektiv, nicht immer unumstritten und routinemäßig oft schwierig umzusetzen. Zudem können Nebenwirkungen nicht immer vollständig ausgeschlossen werden. In einer Studie von Angela Zissler vom Fachbereich Zellbiologie und Physiologie der Universität Salzburg konnte nun das erste Mal gezeigt werden, dass die ESWT die Regeneration von Skelettmuskelgewebe beschleunigt, teilte die Universität am Dienstag mit.

An Ratten wurden die Auswirkungen dieser akustischen Stoßwellen auf muskuläre Vorläuferzellen und auf das Wachstum neu gebildeter Muskelfasern untersucht. Es konnte dokumentiert werden, dass die Therapie die Teilungsrate der Muskelvorläuferzellen signifikant ansteigen lässt und neu gebildete Muskelfasern schneller an Größe zunehmen. Das Heilungsstadium, welches unbehandelte Tiere nach sieben Tagen zeigen, wird bei behandelten Tieren bereits nach vier Tagen erreicht, und das nach nur einer einmaligen, etwa 15-minütigen ESWT-Sitzung.

Diese effiziente Therapieform wird in verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen wie Orthopädie, Dermatologie, Kardiologie und Urologie bereits erfolgreich eingesetzt; die Wirkmechanismen auf zellulärer Ebene seien jedoch nicht vollständig geklärt. Die Therapie ist nicht-invasiv, ohne großen Aufwand durchzuführen, schmerzlos und damit routinemäßig einfach zu etablieren und ebenso leicht mit anderen Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel der Physiotherapie, zu kombinieren. Die extrakorporale Stoßwellentherapie könnte in diesem Zusammenhang in Zukunft von großer Bedeutung sein, so die Universität.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.11.2018 um 06:24 auf https://www.sn.at/leben/gesundheit/muskelverletzungen-heilen-mit-stosswellentherapie-rascher-1220323

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