Gesundheit

Smoothie Rezepte - Doch wie gesund sind Smoothies wirklich?

Der Vitamindrink Smoothie erobert jetzt schon seit längerer Zeit Österreich. Um den täglichen Tagesbedarf an Obst und Gemüse zu decken, greifen immer mehr zu Smoothies. Doch sind die Drinks der Wunderdoktor im Glas oder nur alter Saft? Wir klären auf ob Smoothies wirklich so gesund sind!

1. Was unterscheidet einen Smoothie vom Fruchtsaft?

Ein Fruchtsaft ist nicht automatisch gleich ein Smoothie. Von zentraler Bedeutung sind die Inhaltsstoffe dieser beiden Getränke. Im Idealfall werden bei der Zubereitung eines Smoothies ganze Früchte, manchmal auch mit Schale, Kernen und Stiel, zu einem Getränk püriert. Je nach Geschmack und Überzeugung mit Wasser, Saft oder Milch verdünnt.
Experten sagen, dass die wirklich gesunden und nachhaltig zubereiteten Smoothies:

• keine Konservierungsstoffe enthalten
• keine künstlichen Aromastoffe enthalten
• kein Konzentrat enthalten
• mit nicht geschälten Zutaten zubereitet wurden
• wenig oder gar nicht pasteurisiert wurden
• im Idealfall Bioprodukte aus regionaler Landwirtschaft enthalten

2. Kann ein Smoothie Obst und Gemüse ersetzen?

Smoothies sind eine gute Alternative, wenn gerade kein gesundes, frisches Obst oder Gemüse vorhanden ist. Doch als dauerhafter Ersatz sind sie auf keinen Fall geeignet. Das Trinken eines Smoothies kann zwar beizeiten eine Portion Obst ersetzen, zur Gänze sollte man auf den täglichen Biss in den frischen Apfel aber nicht verzichten.

3. Wie viel Zucker enthält ein Smoothie?

Mit Vorsicht zu genießen sind Smoothies auch hinsichtlich ihres Zuckergehalts. Auch wenn sie laut Etikett keine Zusätze enthalten, finden sich durch den natürlichen Zuckergehalt des Obstes (Fruchtzucker) rund zehn Gramm in einer üblichen 200-Milliliter-Flasche. Durch diesen hohen Zuckergehalt sollte der Smoothie mit Wasser verdünnt werden bevor man ihn trinkt, denn zu viel Zucker ist bekanntlich ungesund.

4. Wie werden Smoothies haltbar gemacht?

Das Zauberwort lautet Pasteurisierung. Nur so ist es möglich, dass die Smoothies sich zirka sechs bis acht Wochen im Kühlschrank halten können. Beim Pasteurisieren der Smoothies werden die Getränke für wenige Sekunden auf 85 Grad erhitzt, wodurch allerdings wichtige, hitzeempfindliche Vitamine wie B1 oder B6, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe leider verloren gehen.

5. Kann man mit Smoothies abnehmen?

Diese Frage kann mit ja und nein beantwortet werden. Viele konsumieren den Smoothie vor oder nach einer Mahlzeit, manchmal auch als kurzen Snack zwischendurch. Doch dabei wird auf die Tatsache vergessen, dass auch der Smoothie einen Kaloriengehalt einer ganzen Mahlzeit haben kann. Das erwünschte Kaloriendefizit wird dadurch nicht erreicht und im schlechtesten Fall kann man statt abnehmen zunehmen. Viele wollen die Süße mithilfe eines Smoothies kompensieren. Darum fällt die Wahl oft auf einen süßen Frucht-Smoothie. Doch genau dieser enthält am meisten Zucker und schadet daher der Gesundheit. Um wirklich mit diesen Vitamindrinks abzunehmen, sollte man den grünen Smoothie favorisieren. Das Wort "grün" bedeuten in diesem Fall Gemüse wie: Blattgemüse, Blätter von Wurzelgemüse, Garten- oder Wildkräuter und sogar Blätter von Obstbäumen. Diese Zutaten werden dann abschließend mit wenig Obst verfeinert. Eine perfekte Mischung wäre, 50-60 Prozent Grünanteil und der Rest wird mit Obst aufgefüllt. Auch wenn vielleicht anfangs die grüne Farbe abschreckt, sollte man die grünen Smoothies auf keinen Fall vorschnell abschreiben. Oft schmecken sie besser als sie aussehen und auch nicht so süß wie die Frucht-Smoothies. Spätestens wenn man eine Smoothie-Diät ausprobiert kommen die grünen Smoothies sowieso zum Einsatz.

6. Einen Smoothie kaufen oder selber machen?

Bei dem Smoothie aus dem Supermarkt muss man vorsichtig sein. Darum sollte man beim Kauf unbedingt einen Blick auf die Inhaltsstoffe des Produktes werfen. Ein guter Smoothie sollte mindestens zu 50 Prozent aus reiner Frucht bestehen. Verbraucherschützer warnen beispielsweise vor Fertigprodukten, denen z. B. noch Fremdstoffe (Zusatzstoffe wie die "E-Nummern") zugesetzt werden. Oft haben solche Smoothies daher relativ wenig Vitamine und Nährstoffe, dafür aber, zusätzlich zum Fruchtzucker, noch unverhältnismäßig viel Zucker sowie Konservierungsstoffe. So schaden diese Angebote oft mehr, als sie nützen und sind zusätzlich ungesund. Alternativ zum gekauften Smoothie ist der selbst gemachte. Hier weiß man ziemlich genau, welche Zutaten sich im Getränk befinden und mithilfe eines Rezeptes ist die Zubereitung ganz einfach und dauert nur wenige Minuten. Ein Vorteil beim selber machen ist, egal ob Smoothie oder Sommerdrink, dass man auch ohne Rezept sein ganz individuelles Getränk kreieren kann.

Zwei beliebte Smoothie Rezepte zum Selbermachen

1. Beeren-Smoothie
Man benötigt Sojamilch (mit Vanillegeschmack), Beeren (Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren) und eine reife Banane.
Zuerst die Beeren und die Banane in den Mixer geben und zu einem Püree verarbeiten. Danach einfach die Sojamilch dazugeben und fertig ist der Beeren-Smoothie.

Ein leckerer Beeren-Smoothie SN/pixabay healthyfoodlmages
Ein leckerer Beeren-Smoothie

2. Grüner Smoothie
Dafür werden ein Apfel, eine Banane, Spinat, eine Zitrone und Wasser benötigt.
Zunächst die Banane schälen und den Spinat waschen. Danach den Apfel und die Banane in kleine Stückchen schneiden und die Zitronen zu einem Saft auspressen. Nun die Zutaten in den Mixer geben und pürieren. Zusätzlich kann noch etwas Wasser beigemengt werden um den Smoothie etwas zu verdünnen. In ein Glas geben und der grüne Smoothie ist zum Servieren bereit.

Der grüne Smoothie eignet sich perfekt zum Abnehmen.  SN/unsplash
Der grüne Smoothie eignet sich perfekt zum Abnehmen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 16.10.2018 um 07:41 auf https://www.sn.at/leben/gesundheit/smoothie-rezepte-doch-wie-gesund-sind-smoothies-wirklich-518320

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