Lifestyle

Der Flieder blüht immer zeitiger

Die Klimaerwärmung hat die Blütezeit der Pflanzen um zwei bis drei Wochen vorverlegt.

Blühender Flieder im April. SN/Friedrich - stock.adobe.com
Blühender Flieder im April.

Der meteorologische Frühling ist zur Halbzeit rund zwei Grad wärmer als im Schnitt. Die Entwicklung der Natur sei um etwa zehn Tage früher dran als in der Vergleichsperiode 1981 bis 2000, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Freitag. Der Flieder blühe in wärmeren Regionen Österreichs schon jetzt - mehr als eine Woche früher.

Der März 2019 war einer der 15 wärmsten der Messgeschichte und beschleunigte das Sprießen vieler Pflanzen. Zum Beispiel blühten Forsythie und Schlehdorn heuer rund eine Woche früher als im Mittel. Auch die relativ kühlen Tage dieser Woche haben die Entwicklung kaum verzögert. Der April sei insgesamt heuer etwas wärmer als im Durchschnitt, und die nächste Jahreszeit im Kalender der Natur beginne bereits. "Im Weinviertel, im Raum Wien, Graz und Wels sowie im Burgenland blüht jetzt der Flieder. Damit beginnt der Vollfrühling, eine der zehn Jahreszeiten der Phänologie", erklärt Helfried Scheifinger von der ZAMG. Die Phänologie untersucht die Entwicklung der Natur im Zusammenhang mit dem Klima. Sie liefert für die Klimaforschung wichtige Informationen. Die Klimaerwärmung habe die Vegetationsperiode in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten bereits um zwei bis drei Wochen verlängert.

"Auch in diesem Frühling hält der Trend zu einem immer früheren phänologischen Frühling an", sagte Scheifinger, "der Laubaustrieb von Birke und Rosskastanie ist abgeschlossen. Die Blüte der Kirsch- und Zwetschkenbäume neigt sich dem Ende zu. Apfelbäume blühen noch und die Weinstöcke beginnen mit dem Austrieb."

Quelle: SN, Apa

Aufgerufen am 20.10.2020 um 05:30 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/der-flieder-blueht-immer-zeitiger-69205219

Kommentare

Schlagzeilen