Lifestyle

Die Wintermodetrends der Saison 2018/2019

Moonboots oder Retro? Rosa oder pechschwarz? Slim-fit oder Schlabberlook? Wer am Lift, in der Gondel und auf der Piste bella figura machen möchte, sollte nicht nur beim BMI, sondern auch in der Gewandung am Puls der Zeit sein. Was ist diesen Winter angesagt? Wir tauchen ein ins schicke Winterwunderland und werfen einen Blick auf den Laufsteg.

Quietschbunt & knallig, aber auch jede Menge Pastell
Beginnen wir - wie so oft im Leben - mit den vordergründigen Äußerlichkeiten. Ob blond, ob braun, Sie lieben alle Frau'n? Und wie ist es bei Ihnen, meine Damen: mehr so der südländische Typ? Oder putzig-brünett? Genau, es gibt ein Beuteschema und es gibt - wie es die Natur seit Abertausenden von Jahren erfolgreich anwendet - ganz bestimmte Signalfarben, die bei der Futtersuche und vor allem bei der Balz eine Rolle spielen. Genauso ist es, um endlich auf den Punkt zu kommen, bei den Modefarben. Und die sind diesen Winter ganz speziell und vielseitig. Gern gesehen sind in der Damenmode aktuell Kombinationen aus verwandten Farbfamilien wie knalliges Rot und Pink.
Bei den Herren werden häufig Petrol und Mint gemischt. In der Garderobe muss man bei solchen Colour-Mixturen erst mal schlucken und tief Luft holen. Im Kontrast mit dem weißen Schneepulver wirkt so ein Farbenspiel aber hinreißend. Rosa bei Männern erfordert Mut, ist jedenfalls ein Hingucker, der längst nicht mehr (nur) andersrum interpretiert wird, sondern Selbstbewusstsein auf allen Ebenen signalisiert. Beliebt sind weiters von der Natur inspirierte Farbtöne wie Tannengrün, Rostrot oder Senfgelb. Ebenfalls hoch im Kurs: Retrochic, vor allem Norwegermuster.

"Into the Light" - vom Norden inspiriert
Sensationell, welche Wortkombinationen sich die Sprachköche aus den Garküchen der Modewelt ausdenken. Ein paar Beispiele gefällig? Aufgeschnappt auf der Leitmesse ISPO: Der Megatrend "Into the Light" lehnt sich demnach an der Farbgebung der Nordlichter an und kann alles zwischen glänzend und matt. Anmerkung des nordlichtsüchtigen Verfassers: Die isländische Kultmarke 66° North (www.66north.com) zeigt souverän, wie's geht. Die aktuelle Kollektion wurde vom alltäglichen Leben auf der Vulkaninsel, von Abenteuern und der Erkundung der Natur inspiriert. Dazu passend sind softe Farben im Retrolook, was im Jargon der Modeschöpfer als Fairground-Attraction-Trend, übersetzt Jahrmarktattraktion, bezeichnet wird. Der Broadway-Trend wiederum hat sich aus der Wortschöpfung "Athleisure" heraus entwickelt und verkörpert Street Style. Der Blazing -Trend legt zu guter Letzt Wert auf die erwähnten Knallfarben, die "schrecklich hell im positiven Sinn" seien, sagt die Trendforscherin Louisa Smith. Insgesamt sei das Farbenspiel, wie erwähnt, "intensiv".

Stoffe: An der Natur orientiert
Die Textilindustrie entwickelt sich rasend schnell weiter. Natürliche Stoffe wie Merinowolle sind längst auf dem Sportmarkt angekommen. Gemeinsam verarbeitet mit synthetischen Stoffen werden sie zum Trend des Winters 2018/2019. "Die Kunden fragen zunehmend: ,Was macht mein Wintersportgewand einzigartig?'", weiß Smith. Vor allem Cooling- und Heating-Produkte sind im Kommen. Der Stoff passt sich dabei der Körperwärme an und absorbiert bzw. erhält Wärme oder Kälte. Diese Entwicklung funktioniert derzeit nur mit synthetischen Stoffen. "Die Kunden lieben aber natürliche Stoffe und deren Wohlfühlfaktor", erklärt Smith, "deswegen kommt es zu einer Hochzeit von natürlichen und synthetischen Stoffen." Gefragt ist somit eine Kombination von Natur und Chemie. "Früher gab es beides nur als Gegenpole, heute lassen wir uns von der Natur inspirieren. Und ergänzen diese Ökobasis mit synthetischen Details", sagt die Expertin.

Die Performance fühlen
"Opportunity Knocks" - diese zwei Worte bringen es auf Neudeutsch perfekt auf den Punkt. Louisa Smith beschreibt diesen Slogan als den Trend, "sich täglich neu zu erfinden und smart zu denken". Als weiteres Schlagwort wirft sie "Perpetual Emotion" in die Schlacht. Gemeint seien hierbei, so die Stilexpertin, leichte Stoffe, bei denen man die Performance fühlen kann. Was ist gemeint? "Man wendet sich ab von den Produkten der Vergangenheit, weshalb es um positives Denken und das Auflösen von Zwängen geht."
Außerdem bleibt Nachhaltigkeit ein Must. "Der Kunde ist nicht dumm, sondern achtet genau darauf, ob die Hersteller liefern, was sie versprechen", erklärt Smith ihren letzten Megatrend: "Infinite Act". Und müssen wir uns jetzt dieses Marketing-Kauderwelsch merken? "Schneepulver" gibt Entwarnung. No! Letztlich geht es darum, etwas zu finden, worin man sich wohlfühlt.

Skibekleidung richtig waschen

Herkömmliche Waschmittel können die atmungsaktiven und wasserabweisenden Materialien beeinflussen oder gar schädigen. Spezialwaschmittel hingegen reinigen die Kleidung und sorgen dafür, dass die technischen Qualitäten der Skijacke und -hose erhalten bleiben.

Reiß- und Klettverschlüsse sollten beim Waschen geschlossen werden. Wichtig: Zuckerl, Sonnenschutz und Lippenbalsam ausnahmslos aus den Taschen entfernen - die atmungsaktiven Teile der Skidress würden verkleben!

Lesen Sie die Waschanleitung der Skibekleidung und orientieren Sie sich bei Waschtemperatur und Schleuderzahl. Die genaue Angabe zur Menge des Spezialwaschmittels finden Sie hingegen auf der Waschmittelverpackung, die von Marke zu Marke verschieden sein kann.

Bei hartnäckiger Verschmutzung greifen Sie beherzt zum feuchten Schwamm und massieren Sie das Spezialwaschmittel auf die betroffenen Stellen. Überfüllen Sie die Waschmaschine nicht. Ein Set aus Skijacke und Skihose ist ausreichend für einen Durchgang. Erscheint Ihnen das Schonprogramm zu riskant, bleibt Ihnen nur die Handwäsche.


Quelle: SN

Aufgerufen am 19.12.2018 um 11:20 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/die-wintermodetrends-der-saison-2018-2019-61570054

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