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Ein Gefühl von Freiheit

Die Welt unter einem, wie man durch die Lüfte segelt: Dieser Traum wird mit dem Paragleiten wahr. Der Pilotenschein lässt sich bei diesem Sport vergleichsweise rasch und einfach erwerben.

Das Paragleiten erlaubt eine ganz andere Perspektive auf die Umgebung. SN/Getty Images/iStockphoto
Das Paragleiten erlaubt eine ganz andere Perspektive auf die Umgebung.

Wenn Wetter und Wind stimmen, sieht man sie wieder in Scharen mit bunten Schirmen durch die Lüfte gleiten. In ruhigen, sanften Bahnen scheinen Paragleiter regelrecht zu schweben. "Den Traum vom Fliegen kann man sich mit dem Paragleiten am schnellsten und einfachsten erfüllen", erklärt Hubert Mackner. Der 40-Jährige ist seit acht Jahren Tandempilot und betreibt ein Paragleit-Geschäft in Wals. Es handle sich dabei um einen Sport, der für viele Menschen geeignet sei, Körpergröße und -gewicht spielten prinzipiell keine Rolle.

Lediglich über eine gewisse Grundkondition solle man verfügen. "In Österreich muss man mindestens 15 Jahre alt sein. Nach oben hin gibt es keine Grenzen - ich habe viele Fliegerkollegen jenseits der 70er." Wer den Sport einmal ausprobieren möchte, der sei mit einem Schnupperkurs am besten beraten, erklärt Mackner. "So habe ich selbst auch angefangen. Man wird langsam an die Materie herangeführt und merkt, ob sie einem zusagt." Der nächste Schritt ist ein Ausbildungskurs, den Mackner bei der Flugschule Salzburg absolviert hat. Innerhalb von einer Woche lernt man in diesem Kurs den Umgang mit der Ausrüstung und damit in die Lüfte abzuheben. Hat man die Ausbildung abgeschlossen, stehen 40 Flüge auf ausgewiesenen Schulungsgeländen auf dem Programm. "Diese Flüge sind notwendig, um Besitzer eines Pilotenscheins inklusive theoretischer Ausbildung und Prüfung zu werden." Ein Gefühl der Sicherheit stelle sich erst nach und nach ein. "Es heißt wie bei jedem Sport: üben, üben, üben!" Hat man den Pilotenschein schließlich absolviert, stehen einem die Hügel und Berge der Welt offen.

Mindestens 1800 Euro empfiehlt Mackner für eine gute gebrauchte Ausrüstung hinzulegen. Doch auch mit gutem Material sei man vor etwaigen Gefahren wie durch das manchmal unberechenbare Wetter nicht gefeit. "Hier wird man erst mit der Erfahrung und Übung sicherer und kann die Gegebenheiten besser einschätzen." Mindestens 40 Flüge im Jahr seien notwendig, um eine entsprechende Routine aufzubauen. Kosten, Mühen und Gefahren stehen für Mackner absolut im Verhältnis zu den gewonnenen Erlebnissen. "Das Paragleiten fordert alle Sinne. In keiner anderen Sportart ist man so vielen Elementen ausgesetzt: Wind, Sonne, Thermik, Gerüche und vieles mehr." Für ihn sei es der perfekte Ausgleich. "Sobald man den Kontakt zum Boden verloren hat, verliert man auch jenen zum oft belastenden Umfeld. Obwohl Körper und Geist unter Anstrengung stehen, ist man nach einem guten Flug tiefenentspannt. Dadurch ist dieser Sport für mich absolut einzigartig."

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