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Frühjahrsputz im Garten: Fünf Unkräuter zum Aufessen

Wenn jetzt die Zeit des Aufräumens im Garten beginnt, dann gibt's das eine oder andere Un- oder Beikraut, das beseitigt gehört. Doch mit 'beseitigen' kann auch der Einsatz in der Küche gemeint sein. Diese fünf Unkräuter sind zum Verzehr geeignet.

Die Brennnessel eignet sich auch für den Salat. SN/Stéphane Lerouge - stock.adobe.com
Die Brennnessel eignet sich auch für den Salat.

Viele dieser besonders ausbreitungswilligen Pflanzen sind aber nicht bloß für den Kompost, sondern auch für die Küche verwendbar.

Brennnessel

Keine andere Pflanze galt lange Zeit mehr als Symbol für Unkraut als diese. Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Brennnesseln sind mittlerweile salonfähig - als junge Blätter wie ein Spinat zu verwenden. Oder als interessante Bereicherung eines Frühlingssalats. Im Garten sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen. Generell gilt: Wo die Brennnesseln wachsen, ist der Boden besonders humos und nährstoffreich. Wie lassen sie sich beseitigen? Mulchen (mit Rasenschnitt, Holzfaser etc.), dann kann man die Wurzeln gut beseitigen, weil sie in der lockeren obersten Schicht wachsen.

Vogelmiere

Die Pflanze, die so wie die Brennnesseln dort wächst, wo der Boden besonders gut und damit ideal fürs Garteln ist, wächst und wächst und wächst. Kaum ausgerissen, ist sie nach wenigen Tagen schon wieder da. Daher: Die zarten Blätter als Salatverfeinerung verwenden. Sie enthalten viele Vitamine. Aufpassen im Gewächshaus: Diese Pflanze ist ein Leckerbissen für die Weiße Fliege. Von dort breitet sie sich dann auf Tomaten und Gurken aus.

Scharbockskraut

Ganze Teppiche dieses Frühlingskräutleins sind nun in den Gärten zu finden: Die kleinen Blätter sind reich an Vitamin C und waren über Jahrhunderte ein passabler Schutz gegen Skorbut (eine Mangelkrankheit, die auch auf den deutschen Namen Scharbockskraut hindeutet). Mit Beginn der Blütezeit sind die Blätter giftig und führen zu Übelkeit und Erbrechen. Beseitigen lässt es sich eigentlich nicht. Es verschwindet aber in wenigen Wochen und zieht komplett ein.

Giersch

Der Erdholler, wie er landläufig genannt wird, treibt Generationen von Gartlern in die Panik - kaum ausgerissen, taucht er schon wieder auf und überwuchert alles. Das dichte Wurzelwerk ist nur durch dickes Mulchen und Pappkarton in Schach zu halten. Meine Methode: zuerst Kompost auftragen, dann dicken Verpackungskarton und darüber Mulch zum Abdecken. Im Herbst sind in der obersten lockeren Schicht die Wurzeln leicht zu entfernen. Und als Trost: Die jungen Blätter sind ein hervorragender Salat.

Gundelrebe

Fans des gepflegten Rasens hassen dieses Kräutlein, das endlos lange Triebe durch die Rasenfläche schickt und bei falscher Pflege rasch überhandnimmt. Falsch ist es, den Rasen zu kurz zu mähen und nicht zu düngen. Denn dann breitet es sich extrem aus. Mäht man auf Stufe IV-V, sind die Gräser in der Lage, die Unkräuter generell zu verdrängen. Wieder ein Trost: Die Blätter sind köstlich und ideal für die Kräuterbutter und als Salatbeigabe.

Aufgerufen am 20.05.2022 um 10:52 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/fruehjahrsputz-im-garten-fuenf-unkraeuter-zum-aufessen-71296270

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