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Gartenbilanz 2020: Bio weiter im Vormarsch

Im Coronajahr war Garteln Volkssport Nummer 1. Das zeigt auch eine Umfrage. Balkongärtner sind im Vormarsch, Bio ist für viele bereits Pflicht.

Karl Ploberger wünscht auch 2021 viel Spaß beim Garteln. SN/ploberger
Karl Ploberger wünscht auch 2021 viel Spaß beim Garteln.

Knapp 1300 Teilnehmer hatten den langen Fragebogen ausgefüllt und wie in den letzten Jahren sind es vor allem die Frauen, die den grünen Daumen haben. War es aber bisher eher die Altersgruppe ab 50, so steht alles, was wächst und gedeiht, nun auch bei den 30-Jährigen hoch im Kurs. Jeder Zehnte hat übrigens dieses Jahr mit dem Garteln begonnen.

Das Wichtigste ist allen gemeinsam der Spaß am Garteln (61 Prozent) und das Ziel, gesundes Gemüse und Obst zu ernten und zu verarbeiten (81 Prozent). Beliebtestes Fruchtgemüse ist unangefochten die Tomate. 93 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bauen sie an.

Bei den Kräutern steht die Petersilie ganz oben, beim Obst sind es Apfel und Kirsche und bei den Beeren Erdbeeren, Himbeeren und Ribisel.

Eindrucksvoll ist der Boom beim Biogärtnern. Waren es vor einem Jahr noch etwas mehr als 60 Prozent, die ohne Chemie oder Gift gärtnerten, so sind es nun schon 70 Prozent. Jeder Vierte bevorzugt alte Sorten, aber weit mehr als die Hälfte probiert alles aus: neue Züchtungen genauso wie die altbewährten.

Dass fürs Garteln generell viel Geld ausgegeben wird, bekamen Gärtner und Gartencenter heuer zu spüren, dass die Brieftasche aber noch viel lockerer sitzt, haben viele nicht vermutet, denn 94 Prozent würden gern auch mehr Geld ausgeben, wenn die Pflanzen aus der Region kommen. Gekauft wird übrigens am liebsten beim Gärtner (das sagen 75 Prozent), gefolgt mit weitem Abstand vom Gartencenter und - abgeschlagen - den Baumärkten.

Die größten Sorgen waren dieses Jahr die Schnecken, gut zwei Drittel hatten ihre Probleme damit. Bei jedem Zweiten schlug die Blattlaus zu und ein Viertel hat große Sorgen mit Wühlmäusen.

Umweltthemen sind für die Gärtnerinnen und Gärtner wichtig: 73 Prozent produzieren ihren Kompost selbst, jeder Zweite kauft keine Erde mit Torf. Es wird zwar, so wie in den letzten Jahren, insgesamt wenig gedüngt (jeder Zweite nimmt keinen Dünger), wenn, dann werden neben dem Kompost vor allem Hornspäne und mit stark steigendem Interesse Schafwoll-Pellets verwendet.

Aufgerufen am 28.11.2021 um 01:42 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/gartenbilanz-2020-bio-weiter-im-vormarsch-98238742

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