Lifestyle

Nationalparkzauber im Winter

Märchenhaft glitzernde Winterlandschaften, Stille zwischen schneebedeckten Bäumen und nur der Schnee knirscht unter den Füßen: Nationalparks sind abseits des Wintersports auch Orte der Erholung.

Gerade auch im Winter ein Erlebnis: das hochalpine Stubachtal im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern.  SN/nationalparkverwaltung-rieder
Gerade auch im Winter ein Erlebnis: das hochalpine Stubachtal im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern.

Sechs international anerkannte Nationalparks mit einer Gesamtfläche von fast 2400 Quadratkilometern zählen zu Österreichs schönsten Flecken. Sie sind ökologisch wertvolle Schutzgebiete für Fauna und Flora und zudem wesentlich für Österreichs Tourismus. Die Besucherzentren der Nationalparks zählen jährlich Hunderttausende Besucherinnen und Besucher. Nicht nur im Sommer, auch in der kalten Jahreszeit haben die außergewöhnlichen Naturschutzgebiete viel für Körper und Geist zu bieten. Wir stellen Ihnen die nächstgelegenen Parks und ihre Angebote vor. Unvergessliche Naturerlebnisse sind auch bei unseren Nachbarn, im Nationalpark Berchtesgaden, garantiert.

Respekt für Wild & Wald

Geführte Wildtierfütterungen im Nationalpark Gesäuse erlauben den seltenen Anblick von majestätischem Rotwild.  SN/andreas hollinger
Geführte Wildtierfütterungen im Nationalpark Gesäuse erlauben den seltenen Anblick von majestätischem Rotwild.

Für Wildtiere zählt im Winter jedes Fünkchen Energie, das sie zum Überleben benötigen: Wähnen sie sich in Gefahr und flüchten, kann das ihren Tod bedeuten. Bleiben Sie daher unbedingt auf den gekennzeichneten Wanderrouten und Forstwegen, und respektieren Sie ausgewiesene Schutz- und Schongebiete sowie Fütterungsplätze. Speziell die Waldgrenze ist eine empfindliche Zone, hier halten sich gerne Schnee- und Birkhühner auf. Diese sollte immer möglichst rasch und vor allem leise passiert werden. Hunde sind selbstverständlich an der Leine zu führen. Achten Sie vor allem auch auf die richtige Ausrüstung: Warme Kleidung, feste Schuhe und ausreichend Flüssigkeitsproviant sind ein absolutes Muss. Touren und Aktivitäten sollten immer tagsüber und nicht in den Dämmerungsstunden morgens oder abends durchgeführt werden.

Lassen Sie sich (ent)führen

Gut beraten ist, wer an geführten Wanderungen von Nationalparkrangern oder Wildhütern teilnimmt. Die Experten führen Sie sicher durchs Gelände, teilen ihr umfangreiches Wissen mit Ihnen und eröffnen Ihnen - mittels Fernglas oder Spektiv - den einen oder anderen Blick auf scheue Nationalparkbewohner. Die Winterangebote vieler Nationalparks beinhalten solche Touren, sogar mehrtägige Packages können gebucht werden. Schneeschuhwandern, Fackelwanderungen, Pferdeschlittenfahrten oder Rotwildfütterungen sind ebenfalls beliebte Aktivitäten. Zusätzlich bieten die Besucherzentren jede Menge spannende Ausstellungen sowie Informationsmaterial und geben Auskunft für die passende Tour. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz, denn auch in den Nationalparks gibt es mit den Gaststätten und urigen Hütten zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.

Nationalpark Hohe Tauern

Österreichs ältester Nationalpark liegt in Salzburg, Tirol und Kärnten. Die Kraft der ursprünglichen Natur kombiniert mit den wundervollen Ansichten der märchenhaften, verschneiten Landschaft sind die Zutaten für das perfekte Wintererlebnis. Das breit gefächerte Angebot des Nationalparks lässt keine Wünsche von Erlebnishungrigen offen: Ob eine leichte Schneeschuhwanderung durch das Wasenmoos am Pass Thurn oder zur Hirschgrubalm, spannende Einblicke bei der Wildtierbeobachtung im Habachtal, der Reiz des Rauriser Tals, des Rauriser Urwaldes oder der urtümlichen Sulzbachtäler - bei den von Rangern geführten Touren erlebt man den Nationalpark in seiner ganzen Pracht und erfährt auch noch allerhand Wissenswertes. Bei der hochalpinen Schneeschuhwanderung durch das hintere Stubachtal lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer so einiges über den harten Überlebenskampf der Tiere im Winter sowie über ihren Lebensraum im Nationalpark. Spannende Angebote, etwa eine Schneeschuhwanderung zum Sonnenuntergang auf den Lienzer Dolomiten oder Schneeschuhtrekking zu den Steinböcken in das Fleißtal oberhalb von Heiligenblut, gibt es auch in Tirol und Kärnten.

Weitere Infos & Kontakt Nationalpark Hohe Tauern
www.hohetauern.at
Salzburg Nationalparkverwaltung
Gerlosstraße 18, 5730 Mittersill
+43 (0) 6562 40849-0
Tirol Nationalparkverwaltung
Kirchplatz 2, 9971 Matrei in Osttirol
+43 (0) 4875 5161-0
Info und Anmeldung für Winterangebote
+43 (0) 4875 5161-10

Erreichbarkeit:
Der Nationalpark kann von vielen Seitentälern des Pinzgaus, Pongaus und des Lungaus (Salzburg), des Iseltals und dem Lienzer Talboden (Osttirol), des Mölltals und im Raum Malta (Kärnten) beschritten werden. Meist gibt es an den Ausgangspunkten Besucherparkplätze mit Infotafeln.

Tipp:
Nationalpark Hohe Tauern App
Erhältlich im AppStore (IOS) oder auf Google Play (Android)

Nationalpark Gesäuse

Die Enns saust und braust durch den steirischen Nationalpark, sie ist mit ihrem tosenden "Gesäuse" namensgebend für dieses Naturjuwel. In der Stille und Ursprünglichkeit der Winterlandschaft können Entspannungssuchende wunderbar abschalten oder sich bei einer spannenden Tour mit den Nationalparkrangern auf die Fährte von tierischen Waldbewohnern begeben. Im Jänner und Februar sind bei geführten Wanderungen eindrucksvolle Begegnungen mit dem Rotwild möglich. Atemberaubende Eindrücke gewinnt man auch bei den von Berufsjägern der Steiermärkischen Landesforste geleiteten Beobachtungen der Auerhuhn- und Birkhuhnbalz. Besonders stimmungsvoll ist aber die Vorweihnachtszeit im Gesäuse: Beim traditionellen Advent im Weidendom, dem lebendigen Erlebniszentrum des Nationalparks, kann man seine Sinne bei Geschichten am Lagerfeuer, Christkindlmarkt, Kulinarischem und Volksmusik ganz auf Weihnachten einstellen.

Weitere Infos & Kontakt Nationalpark Gesäuse
www.nationalpark.co.at
Nationalpark Gesäuse Informationsbüro Admont
Hauptstraße 35, 8911 Admont
+43 (0) 3613 21160-20

Erreichbarkeit:
Anreise von Salzburg: Tauernautobahn A10 und Ennstal-Bundes-straße B146 über Schladming und Liezen, beachten Sie in der Nationalpark Gesäuse-Region die ausgewiesenen Parkplätze.

Tipp:
Nationalpark Gesäuse App
Erhältlich im AppStore (IOS) oder auf Google Play (Android)

Nationalpark Kalkalpen

Wandern im Winterwunderland – das geht am besten im Nationalpark Kalkalpen. SN/heinzpeterherr, npa
Wandern im Winterwunderland – das geht am besten im Nationalpark Kalkalpen.

In den oberösterreichischen Voralpen wartet ein weiteres Stück heimisches Naturerbe auf erlebnishungrige Wanderfreunde. Das Winterprogramm von Jänner bis März 2019 hat neben geführten Rotwildfütterungen, Schneeschuhwanderungen und weiteren Touren ein paar besondere Highlights zu bieten: An der Seite von seltenen Weißen Eseln durch die Winterlandschaft rund um Windischgarsten stapfen, den "Gamsgschichten" des Nationalparkrangers bei einer Wanderung lauschen, am Fuße des Sengsengebirges sich von der Winterwaldstimmung verzaubern lassen oder den Panoramaturm am Wurbauerkogel erklimmen und den Rückweg im Schein von Fackeln genießen - hier sind unvergessliche Erlebnisse garantiert. Wer in den (oberösterreichischen) Semesterferien noch nichts vor hat, kann Kind und Kegel mit vier Tagen Familienwinterzeit begeistern. Gemeinsam mit den Nationalparkrangern Maria und Peter begeben Sie sich auf eine Schneeschuhwanderung, erraten Tierspuren, bauen riesige Schneeskulpturen und genießen die Zeit mit Ihren Liebsten in der Villa Sonnwend National Park Lodge. Die Nationalpark Hengstpaßhütte für Selbstversorger bei Rosenau kann ganzjährig von Gruppen ab zwei Nächten gebucht werden - der ideale Ausgangspunkt für Schneeschuhwanderungen und Skitouren.

Weitere Infos & Kontakt Nationalpark Kalkalpen
www.kalkalpen.at
Nationalparkzentrum Molln
Nationalpark-Allee 1, 4591 Molln
+43 (0) 7584 3651
Villa Sonnwend National Park Lodge
Mayrwinkl 80 , 4575 Roßleithen
+43 (0) 7562 20 592

Erreichbarkeit:
Über drei Hauptzugänge: Im Steyrtal über Molln/Bodinggraben zum Wandergebiet Bodinggraben, im Windischgarstner Tal zum Wandergebiet Wurbauerkogel, über Roßleithen zum Wandergebiet Veichltal und über Rosenau am Hengstpaß zum Wandergebiet Hengstpaß und über Unterlaussa zum Wandergebiet Mooshöhe, im Ennstal über Reichraming zum Wandergebiet Anzenbach und über Großraming zum Wandergebiet Brunnbach.

Tipp:
Nationalpark Kalkalpen App
Erhältlich im AppStore (IOS) oder auf Google Play (Android)

Nationalpark Berchtesgaden

Der einzige deutsche Nationalpark in den Alpen nimmt einen Großteil der Gemeindeflächen von Ramsau sowie von Schönau am Königssee ein und erstreckt sich über einen kleinen Teil des Gebietes von Berchtesgaden. Auch hier können Besucherinnen und Besucher bis zu 50 Stück Rotwild bei ihrem winterlichen Mahl von einer barrierefreien Aussichtsplattform beobachten. Zur Fütterungsstelle Hintersee gelangt man - ausgehend vom Parkplatz an der Hirschbichlstraße in Ramsau - über den geräumten Wanderweg ins Klausbachtal. Romantiker können sich von Dezember bis Ende März auch im Pferdeschlitten dorthin kutschieren lassen. Neben perfekten Bedingungen für Schneeschuhwanderungen und Skitouren ist der Nationalpark Berchtesgaden vor allem das absolute Wanderparadies, und bei dem 200 Kilometer langen Wegenetz durch die verschneiten Bergwelten ist für Groß und Klein etwas dabei. Bei einer der kostenlosen geführten Wanderungen lässt sich der einzigartige Alpennationalpark besonders eindrücklich erleben, etwa an den Königssee oder auf den Soleleitungsweg.

Weitere Infos & Kontakt Nationalpark Berchtesgaden
www.haus-der-berge.bayern.de
Nationalparkzentrum Haus der Berge
Hanielstraße 7, 83471 Berchtesgaden
+49 (0) 8652 979060-0

Erreichbarkeit
Die Anreise mit dem Auto erfolgt über die Autobahn A8 München-Salzburg (bzw. ab Österreich die A10 Salzburg-Villach), Anreise nur bis zu den Nationalparkgrenzen möglich. Von München aus nehmen Sie die Ausfahrt "Bad Reichenhall". Von dort in Richtung Bad Reichenhall auf die B20. Auf der B20 bleiben und ab Bad Reichenhall der Beschilderung nach Berchtesgaden folgen. Aus Richtung Villach nehmen Sie die Ausfahrt "Salzburg Süd" und folgen dann der B305 in Richtung Berchtesgaden. Direkt aus Salzburg kommend, nehmen Sie die B305 in Richtung Grödig nach Berchtesgaden. An den zentralen "Eingängen" zum Nationalpark sind Parkplätze der Gemeinden (gebührenpflichtig) vorhanden: Hinterbrand, Königssee, Hammerstiel, Wimbachbrücke und Klausbachtal.

Tipp:
Berchtesgadner Land Wander App
Erhältlich im AppStore (IOS) oder auf Google Play (Android)

Quelle: SN

Aufgerufen am 16.09.2019 um 10:24 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/nationalparkzauber-im-winter-63738691

Kommentare

Schlagzeilen