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Schmuck aus dem 3D-Drucker

Marie Boltenstern, Architektin und Schmuckdesignerin, hat in Wien eine Schmuckkollektion präsentiert, die mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde.

Es muss wohl an den Genen liegen. Der Großvater, Architekt Erich Boltenstern, der den Wiener Ringturm plante und in den 1950er-Jahren am Wiederaufbau der Wiener Staatsoper beteiligt war.

Der Vater, Goldschmied Sven Boltenstern. Und nun Marie Boltenstern, die Architektin, die Schmuck entwirft und in ihrer Arbeit beide Welten miteinander vereint.

Die in Wien, Berlin und London (wo sie ihren Master in computergesteuerten Designmethoden gemacht hat) ausgebildete Architektin, die auch das Diadem für die Debütantinnen des diesjährigen Opernballes für Swarovski entworfen hat, stellt nämlich Schmuck mit 3D-Drucktechnik her. "Schmuck ist Architektur in ihrer kleinsten Form", sagte sie in einem Interview.

Das Besondere an diesem Schmuck: Die Stücke werden direkt gedruckt, Schicht für Schicht aus Edelmetallpulver wie Sterling Silber und 18-karätigem Gold mit einem feinen Laser zu zusammengeschmolzen.

Eine exklusive Kooperation von Boltenstern mit dem weltweit ersten und einzigartigen direkten Edelmetall 3D-Drucker, den Boltenstern nicht als Ersatz für traditionelles Handwerk, sondern als Ergänzung sieht, ermöglicht die Herstellung von Formen, die mit der Hand gar nicht realisierbar wären.

"Vor vier Jahren rief ich Reinhard Köck an und fragte ihn, wie für ihn die perfekte Schmuckkollektion sein sollte. Er sagte: Anders. Heuer rief ich ihn erneut an und präsentierte ihm eine Kollektion, hergestellt mit 3D-Technologie. Ich beschäftige mich bereits seit sieben Jahren mit der Entwicklung der 3D-Technologie", erzählt Bolternstern.

Boltensterns Entwürfe sind vielfach von der Natur inspiriert - so sind zum Beispiel ein Ring und ein Armband natürlichen Schuppenstrukturen nachempfunden, die sich perfekt der Form des Körpers anpassen. Kürzlich präsentierte die 27-jährige Marie Bolternstern, die im vergangenen Jahr das traditionsreiche Unternehmen ihres Vaters übernommen hat, ihre "Resonance Collection" aus Gold und Silber beim Juwelier Von Köck in Wien, bei dem sie exklusiv erhältlich sein wird. Reinhard Köck ist "ganz besonders stolz, diese weltweite Innovation bei mir vorzustellen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die 3D-Technologie in der Zukunft des Schmuckdesigns eine enorme Rolle spielen wird. Trotzdem steht auch bei diesem Verfahren das menschliche Können und das Handwerk im Vordergrund - auf eine neue Art und Weise."


Quelle: SN

Aufgerufen am 18.11.2018 um 04:09 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/schmuck-aus-dem-3d-drucker-875056

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