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So gelingt die Käseplatte

Ob Party mit Freunden oder Familienfeier, mit einer Käseplatte liegt man meistens richtig. Wer ein paar Tipps und Tricks berücksichtigt, kann eigentlich nichts falsch machen.

Eine appetitliche Käseplatte ist ein Genuss für Auge und Gaumen. SN/shutterstock - gkrphoto
Eine appetitliche Käseplatte ist ein Genuss für Auge und Gaumen.

Ein Abend mit Freunden? Familienfeste? Ein Buffet? Käse passt immer dazu. Denn wie heißt das Stichwort: Käse schließt den Magen. Für viele Liebhaber ist aber eine Käseplatte allein für sich schon eine hervorragende Köstlichkeit. Worauf sollte man dann achten, wenn man eine Käseplatte selbst zusammenstellt?
Hier einige Tipps:

Käsesorten
Vom Käse gibt es unzählige Sorten. Grundsätzlich unterscheidet man Frischkäse, Weichkäse, Hartkäse, Sauermilchkäse und Schnittkäse (siehe Kasten). Innerhalb der einzelnen Käsetypen gibt es dann eine riesige Fülle von verschiedenen Sorten.

Anordnung
Die größte Schwierigkeit für einen Laien ist sicherlich die Anordnung. Denn Profis und Köche zaubern in der Regel auch optisch eine tolle Platte hervor. Wichtig beim Käse ist, dass die Reihenfolge immer von der mildesten zur kräftigsten Sorte geht. Ist die Platte rund, sollte man links unten mit der milden Sorte beginnen und rechts unten mit der kräftigsten aufhören. So kann man sich geschmacklich aufsteigend durchkosten. Nicht zu vergessen: Das Auge isst mit. Eine appetitliche Käseplatte sollte daher auch etwas fürs Auge sein. Doch Vorsicht bei der Garnierung. So sollte man auf Dekorationen wie Pfeffer, Gurken oder Paprika lieber verzichten. Stattdessen eignen sich Obstsorten viel besser, also etwa Äpfel und Birnen zu Hartkäse. Ein Multitalent sind Weintrauben, die auf jeden Fall auf die Platten kommen sollten. Marillen oder auch Erdbeeren passen gut zu Weichkäse. Auch Nüsse und Käse passen bestens zusammen, vor allem Walnüsse oder Kürbiskerne. Blütenblätter oder Zweige sind optisch ein guter Aufputz.

Auswahl
Wie viele Käsesorten sollten nun auf die Platte? Viele Sorten und jeweils nur ein bisschen davon oder lieber weniger? Eine Faustregel sagt, je mehr Personen mitessen, desto größer kann die Auswahl sein. Bei kleineren Runden reichen in der Regel fünf verschiedene Sorten. Sind mehr als zehn Personen da, kann man auf acht Sorten erweitern, ab 20 Personen sind dann mehr als zehn Sorten angebracht.

Lagerung
Käse braucht zum Essen auch die passende Temperatur. Eine vorbereitete Käseplatte sollte man bei acht bis zwölf Grad lagern und mit einer Klarsichtfolie abdecken. Für den Genuss sollte man Zimmertemperatur erreichen, also zwischen 18 und 22 Grad. Daher eine Stunde vorher aus der Kühlung nehmen und mit der Folie erwärmen lassen. Nur der Frischkäse sollte erst kurz vor Verzehr aus der Kühlung geholt werden. Als Beilage eignet sich dunkles Brot vor allem für kräftige Sorten, während Weißbrot, vor allem ein frisches Baguette, hervorragend zu cremigen Sorten oder Schimmelkäse passt.

Daten & Fakten
Verschiedene Käsesorten
Frischkäse sind ungereifte Käse aus Kuh-, Schaf-, Ziegen- oder Büffelmilch. Sie werden meist aus pasteurisierter Milch hergestellt, deren Fettgehalt je nach Frischkäsesorte eingestellt wird.

Weichkäse: In der Molkerei wird der Milch Labferment beigemengt. Die Milch gerinnt und wird zu einer gallertigen Masse, die mit der Käselyra auf Walnussgröße geschnitten wird. Der sich vom festen Bestandteil (Käsebruch) trennende flüssige Anteil ist die Molke. Anschließend wird der Käsebruch in verschiedenste Formen abgefüllt. Der in Form gebrachte Käsebruch wird ins Salzbad gelegt und anschließend ca. zwei bis vier Wochen gereift.

Hartkäse sind Labkäse, die überwiegend aus silofreier Rohmilch hergestellt werden. Im Zuge der Käsereifung entsteht eine Naturrinde, entweder mithilfe von Rotkulturen oder durch Trocknen und Ölen. Die Käse reifen zwischen drei und 18 Monate.

Sauermilchkäse: Mit vierzig Prozent Trockenmasseanteil schaffen die aus Magertopfen gewonnenen, temperiert gereiften und oft gewürzten Käse die Quadratur des Kreises. Sie sind fettarm und dennoch ziemlich gschmackig.

Schnittkäse sind Labkäse mittlerer Festigkeit, die meist aus pasteurisierter Milch hergestellt werden. Die Käse unterscheiden sich von Hartkäsen durch ihren höheren Wassergehalt und die kürzere Reifezeit. Schnittkäse sind milder im Geschmack. Die Lagerzeit beträgt vier bis zehn Wochen.

Aufgerufen am 02.12.2020 um 11:18 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/so-gelingt-die-kaeseplatte-68178916

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