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Trendig ist nicht überall erlaubt

Die Beliebtheit von Trendsportgeräten nimmt zu. Doch neue Fortbewegungshilfen schaffen auch Unklarheiten.

Inlineskates: Benützung auf Radwegen im Ortsgebiet ist zulässig.  SN/www.BilderBox.com
Inlineskates: Benützung auf Radwegen im Ortsgebiet ist zulässig.

Hoverboard, E-Scooter und City Wheel - Trendsportgeräte erfreuen sich in Österreich immer größerer Beliebtheit. Der Markt der Trendsportgeräte ist dabei ständig im Wandel: Denn immer wieder kommen neue Geräte hinzu. Kein Wunder: Trendsportgeräte verfügen über einen hohen Spaßfaktor und eröffnen für alle Altersgruppen neue Fortbewegungsmöglichkeiten.

"Trendsportgeräte bieten die Möglichkeit, neue Bewegungsformen auszuprobieren und die eigene Geschicklichkeit zu verbessern", erläutert Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Recht & Normen im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Doch er ergänzt: "Wichtig ist bei der Verwendung von Trendsportgeräten, dass man sich zu seiner eigenen Sicherheit an die Straßenverkehrsordnung hält und die Geräte nur auf Verkehrsflächen verwendet, auf welchen die Benützung des jeweiligen Geräts erlaubt ist."

Einer aktuellen KFV-Befragung unter rund 500 Personen, die zumindest fallweise ein Trendsportgerät benutzen, zufolge werden Inlineskates, Kickboards, Longboards und Skateboards vor allem in der Freizeit und zur sportlichen Betätigung verwendet. Scooter werden hingegen vergleichsweise häufig zum Einkaufen, auf dem Arbeitsweg, aber auch zur Bewältigung der Strecke von daheim zur Haltestelle des öffentlichen Verkehrs und retour verwendet.

Aufholbedarf zeigte sich bei der Verwendung von Schutzausrüstung: Unter den Inlineskatern gab etwa ein Drittel der Befragten zu, bei der Ausübung des Sports keine Schutzausrüstung zu tragen. Unter den Nutzern von Longboards verzichten nach eigener Angabe sogar sechs von zehn Personen auf jegliche Schutzausrüstung.

Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie "fahrzeugähnliches Kinderspielzeug". Mit diesen Geräten darf auf Gehsteigen und Gehwegen sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht. Auch in Wohnstraßen und Rollschuh- und Spielstraßen ist die Benützung erlaubt.

Dieselben Regeln gelten für Kleinfahrzeuge, die vorwiegend zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn bestimmt sind. Dazu zählen unter anderem: Hoverboard, Einrad, City Wheel, E-Bikeboard, Micro-Scooter, E-Micro-Scooter und Elektro-Scooter. "Die Benützung von Hoverboards & Co im Straßenverkehr ist allen Kindern und Erwachsenen erlaubt. Kinder unter zwölf Jahren müssen von einer zumindest 16-jährigen Begleitperson beaufsichtigt werden - wenn das Kind einen Radfahrausweis besitzt, sinkt diese Grenze auf zehn Jahre."

"In Wohnstraßen gibt es zudem generell kein Alterslimit", erklärt Kaltenegger. Besondere Regelungen gibt es für Rollschuhe und Inlineskates: Damit dürfen im Ortsgebiet auch Radwege befahren werden, Radfahrstreifen aber nur im Ortsgebiet.

Quelle: SN, Kfv

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