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Winterliche Varianten der Fortbewegung - abseits der Skipisten

Rauf, runter, rauf, runter. Dazwischen mal ein Einkehrschwung in der Hütte. Dann wieder rauf, runter. Keine Frage: Skifahren, wie wir es kennen, ist schwer zu toppen. Dank bequemer Gondelbahnen und beheizter Sessellifte geht's im Nu gipfelwärts, die Pisten wurden von fleißigen Heinzelmännchen brettleben präpariert und dank frisch gewachselter Carvingski können Sie sich beherzt und schneidig in die Kurve legen.

Airboarding für Adrenalinjunkies SN/mauritius images
Airboarding für Adrenalinjunkies

Aber - und jetzt heißt es offen sein für Neues - es gibt jenseits der Pisten noch ganz andere Möglichkeiten, Väterchen Frost ins eisige Auge zu blicken! Wir wär's mit einer lässigen Segway-Tour durch tief verschneite Wälder? Einem Ritt über die frisch gespurte Langlaufloipe? Oder einem unvergesslichen "Walk on the Wild Side", der dank lässiger Schneeschuhe zum Vergnügen wird?

Schneeschuhwandern

Schneeschuhwandern SN/mauritius images
Schneeschuhwandern

Dorthin, wo das tief verschneite Land am unberührtesten ist, gelangen Sie am besten bei einer Schneeschuhwanderung. Sie erlaubt schöne Einblicke in die traumhafte Winterwelt und bringt dabei den ganzen Körper in Schwung. Schneeschuhe machen unabhängig von geräumten Wanderwegen und lassen einen auch dort tief in die Natur eintauchen, wo Sie mit normalen Schuhen im hohen Schnee versinken würden. Der Umgang mit ihnen ist ganz einfach und bedarf keiner Vorkenntnisse: Einfach die Schneeschuhe unter die Winterstiefel schnallen, die Stöcke in die Hand nehmen und los geht's. Wer sich dennoch Tipps von Experten wünscht und kundige Begleitung sucht, sollte mit einem Bergwanderführer auf Tour gehen. Tipp: Genug zum Trinken einpacken, denn bei schweißtreibenden Aktivitäten wie dieser ist der Flüssigkeitsverlust enorm.

Skitouren gehen

Skitouren gehen SN/shutterstock.com - gorillaimages
Skitouren gehen

Innerhalb kürzester Zeit ist aus einer Randerscheinung für Geübte eine Massenbewegung geworden. Mittlerweile soll es in Österreich wohl 500.000 und in Deutschland 300.000 Skitourengeher geben, und es sind nicht selten regelrechte Karawanen, die es gipfelwärts zieht.
Tipp: Wer ein Skitourencamp besucht, kann enorm profitieren und viel lernen. Empfehlenswert sind die Sicherheits-schulungen am Achensee (www.achensee.com). Erfahrene Coaches erklären in den Schulungen, wie man sich richtig auf dem Berg verhält. Dazu gehört natürlich auch der Umgang mit einem LVS-Gerät (was für ein Wort: "Lawinenverschüttetensuchgerät"), Sonde und Schaufel. Und vor allem lernen Sie, wie man Routen, das Gelände und besonders die persönliche Verfassung adäquat einschätzt. Weitere Infos unter www.skitourenwinter.at

Langlaufen

Langlaufen SN/shutterstock.com - val thoermer
Langlaufen

Diese Sportart ist nicht neu - aber das tut ihrer enormen Beliebtheit keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Denn Langlaufen lässt sich relativ leicht erlernen und gilt als vergleichsweise ungefährlich.
Das Tempo lässt sich individuell regeln: Wer es sportiv liebt und Höchstleistung sucht, fliegt förmlich durch die Loipe, Genießer legen hingegen gerne eine Pause ein und staunen über das Glitzern der winterlichen Natur. Langlaufen ist eine faszinierende Sportart für den ganzen Körper und ein ideales Ausdauertraining. So bleiben Sie auch während der kalten Jahreszeit - wenn die Laufschuhe und das Fahrrad im Keller überwintern - fit und können an der Kondition feilen. Wer diesen Sport erlernen möchte, ist in der Langlaufschule "Nordic Fun" in Faistenau oder im Alpincenter Dachstein in Ramsau, um nur einige Anbieter zu nennen, bestens aufgehoben.

Segway fahren

Segway fahren SN/alpenvorland segtrails
Segway fahren

... macht im Winter noch mehr Spaß als zur warmen Jahreszeit. "Der Schnee ist in seiner Beschaffenheit immer unterschiedlich, und das spürt man sofort - auch als Anfänger", betont Johann Gmehling. Mit seinem Unternehmen Alpenvorland Segtrails (www.alpenvorland-segtrails.de) gilt er als Pionier auf diesem Gebiet und bietet auch im Winter Touren in Bayern, Tirol und der Steiermark an. Wenn man mit dem Gerät umzugehen gelernt hat und wenn der Schnee nass ist, lässt es sich vortrefflich rutschen, driften und Slalom fahren. "Wer es aber übertreibt, kann sich ziemlich wehtun", räumt Gmehling ein.
Besondere Sicherheitsvorkehrungen gibt es eigentlich nicht. "Bei uns gilt natürlich Helmpflicht und sicherheitshalber sind die Segways in der Geschwindigkeit gedrosselt." Weitere Infos finden Sie auch unter www.segway-flachau

FÜR ADRENALINJUNKIES, DIE DEN ULTIMATIVEN KICK AUF DEM BERG SUCHEN

Toys, not only for the boys - ob Airboard oder Snowcart, ob Kitesegel oder Snowboard: In vielen Wintersportregionen haben Sie ausreichend Gelegenheit, die eigenen Grenzen auszutesten und Neues zu probieren. Immer dabei: die Helmkamera, die das Erlebte online-affin und "ready to share" dokumentiert. Ja, Funsportarten halten, was sie versprechen. Ja, das Angebot ist echt verlockend. Und ja: Es macht Sinn, das Hirn bei der Suche nach derartigen Grenzerfahrungen nicht gänzlich auszuschalten. Die Unfallstatistik spricht eine deutliche Sprache und ein paar Wochen Liegegips - wer will das schon? Die gute Nachricht: Wer sich beim Wintersport entsprechend schulen und begleiten lässt, hat einfach mehr davon: mehr Sicherheit, mehr Kenntnis über die Natur und letztlich mehr Spaß.

Airboarding

Airboarding für Adrenalinjunkies SN/mauritius images
Airboarding für Adrenalinjunkies

Was soll man sagen? Es macht Höllenspaß! Punkt. "Noch nie war eine Abfahrt im Schnee so spektakulär und furchterregend", bestätigen jene, die schon einmal bäuchlings auf dem Hightech-Luftkissen gelegen haben und denen dabei sprichwörtlich das Herz in die Hose gerutscht ist. Der Adrenalinspiegel erreicht ungeahnte Ausmaße, wenn man kopfüber abwärts brettert - wir reden hier von bis zu 70 Kilometern in der Stunde -, und der verbliebene Teil der in uns Menschen angeborenen Vernunft schreit: "Runter vom Gas!"
Deshalb der dringende Ratschlag: Buchen Sie einen entsprechenden Kurs, in dem sie die wichtigsten Techniken erlernen können, um einigermaßen gefahrlos bergab zu rodeln. Erfahrene Anbieter sind z. B. SAYAQ Advenures im Chiemgau (D) oder der Club Ski Austria von Silvia Grillitsch in Obertauern.

Snowkiting

Snowkiting SN/shutterstock.com - parilov
Snowkiting

Das ist eine Sportart nur für Hartgesottene. "Snowkiting ist eine Variante des Kitesailing", verrät uns Wikipedia auf nüchterne Art, "die man im Winter auf verschneiten, freien Flächen betreiben kann. Man benötigt dafür einen geeigneten Zugdrachen und Ski oder ein Snowboard. Bei genügend Wind lässt man den Drachen steigen und sich von ihm über den Schnee ziehen." In der Praxis geht's ordentlich zur Sache: Der Weltrekord liegt bei 150 km/h, erreicht von Felix Kersten 2017 in Norwegen (www.felixkersten.wixsite.com/snowkiten). Das Snowkite-Mekka im schweizerischen Engadin ist der Silvaplanersee. Dort werden regelmäßig Rennen ausgetragen. Erlernen kann man diese Sportart u. a. am Achensee (www. snowkite-achensee.com) und hierzulande in der Snowkitingschule Austria in Thalgau (www.snowkiting.at/de/snowkiten).

Snowcart fahren

Snowcart fahren SN/mauritius images
Snowcart fahren

Das Snowcart gilt als das neue, ultimative Schneesportgerät, das spektakuläre, kontrollierte Drifts ermöglicht, aber auch ein solider Partner beim genussvollen Gleiten auf Pisten und Wegen sein kann. Mit diesem Hightech-Schlitten, der sich wie ein Gokart lenken lässt, können Sie sich dem Geschwindigkeitsrausch hingeben, doch aufgepasst: Machen Sie nicht den Fehler und unterschätzen die erzielbare Geschwindigkeit, sondern greifen Sie beim Aufsitzen unbedingt zum Helm. Denn wer mit diesem Gefährt eine "Brez'n reißt", kann sich böse verletzen. Zum Einsatz kommt das Snowcart mittlerweile in einigen Skiregionen. Als Hochburg gilt das Alpinzentrum im Schweizer Gstaad, hierzulande können Sie das Gerät beispielsweise bei verschiedenen Anbietern wie Alpdays oder Jollydays in Abtenau auf der Rodelbahn am Karkogel testen.

Freeriding

Freeriding SN/shutterstock.com - lukas gojda
Freeriding

Freeride bedeutet mehr, als nur eine Spur im Schnee zu ziehen. Freeride bedeutet, Freiheit zu spüren, wenn der Powder unter den Ski knirscht. Diese Sportart abseits der Pisten lässt das Adrenalin im Körper pumpen, sobald man den Hang erblickt, den man in Kürze befahren wird. Und es bedeutet auch das Glücksgefühl, das man nach dem perfekten Run spürt. Dass einige Freerider dabei den Verstand ausschalten, Warnsignale ignorieren, Lawinen auslösen und das Wild aufscheuchen, sei an dieser Stelle erwähnt. Leute, man muss es ja nicht übertreiben, und Freeride macht auch mit Safety-Power Spaß. Seit dem Zusammenschluss mit dem Tiroler Skigebiet Fieberbrunn gilt der Skicircus Saalbach als wahres Freeride-Mekka. Unzählige Off-Piste-Abfahrtsmöglichkeiten vereinen sich mit der atemberaubenden Kulisse der Kitzbüheler Alpen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 16.09.2019 um 07:01 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/winterliche-varianten-der-fortbewegung-abseits-der-skipisten-61567966

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