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Winterweh, ade!

Frösteln und frieren, eine laufende Nase und das Stimmungsbarometer konkurriert mit dem Thermometer um neue Tiefststände: Manchmal verlangt der Winter unserem Körper wie auch dem Geist so einiges ab. Es gibt Abhilfe.

Winterweh, ade! SN/shutterstock.com - olena yakobchuk
Winterweh, ade!

Gerade in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, verstärkt auf sich zu achten. Schließlich ist der Körper ja das Haus, der Palast, der Spiegel usw. unserer Seele, sagt man. Zugegeben, die eine oder andere Maßnahme erfordert etwas Überwindung und Konsequenz. Wer dennoch dranbleibt, wird dafür mit gesteigertem Wohlbefinden belohnt und trotzt den Widrigkeiten des Winters.

Eine Mütze voll Schlaf
Im Winter haben wir ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Die Bedeutung dieser Ruhephase für den Körper wird allzu oft unterschätzt. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist aber sehr wichtig für unser Immunsystem. Idealerweise gehen Sie täglich zur selben Zeit ins Bett und stehen morgens zur gleichen Zeit wieder auf. Lüften Sie vor dem Zubettgehen das Schlafzimmer gut durch, schlafen Sie jedoch nicht bei geöffnetem Fenster: Die kalte und trockene Luft von draußen trocknet die Schleimhäute aus und öffnet Krankheitserregern Tür und Tor. Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt übrigens bei 18 Grad. Wem das zu kalt ist, der sollte zur guten alten Wärmflasche greifen.

Feel-good-Food
Gerade in den kalten Monaten verspüren wir oft Heißhunger auf kohlehydratreiche Kost, und natürlich dankt uns das der Körper nicht. Bei einer Unterversorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen lässt der erste grippale Infekt nicht lang auf sich warten. Packen Sie daher das richtige Obst und Gemüse auf Ihren Speiseplan - welches übrigens auch bei uns heimisch ist: Kohl und Co., Kartoffeln, Rote Rüben, Karotten und Pastinaken sowie Äpfel sollten nicht fehlen. Auch Tiefkühlgemüse ist besser als sein Ruf, wenn es schonend aufgetaut wird. Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit ungesüßten Getränken. Der perfekte Winterdrink: geschälte Ingwerstücke mit einer Apfelscheibe aufkochen lassen und noch heiß oder auch kalt genießen.

Die Hufe schwingen
Sie haben es bestimmt befürchtet, nach der Ernährungsstandpauke kommt der Sportappell. Und der gute Vorsatz hat es bei den plausiblen Ausreden des hartnäckigen Schweinehundes - zu kalt, zu finster, zu spät, zu müde - wirklich schwer. Nun, es muss ja nicht immer der Feierabend sein. Sport am Morgen kostet anfangs Überwindung, wirkt aber vielfältig positiv: Sie starten gestärkt, wacher und dank der Endorphinausschüttung auch besser gelaunt in den Tag. Der Körper belohnt Sie mit mehr Fitness und Widerstandskraft, und Sie können auch noch das gute Gewissen genießen. Wer einer der zahlreichen Wintersportarten frönt, sollte vorab das Aufwärmen auf keinen Fall auslassen!

Weil Sie es sich wert sind, ...
... sollten Sie sich unbedingt regelmäßig verwöhnen. Das kann ein Thermenbesuch auswärts oder auch ein Wellnesstag zu Hause sein. Regelmäßige Saunagänge stärken ebenfalls das Immunsystem. Haut und Haar verlangen jetzt nach einer feuchtigkeitsintensiven Pflege. Das müssen keine Luxuskuren, sondern können auch selbst gemachte Haar- und Gesichtsmasken sein. Achten Sie in der Hochsaison von Erkältung und Co. besonders auf die Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn sich in Ihrem Umfeld alles räuspert, schnieft und schnäuzt, empfiehlt es sich, mehrmals täglich mit einer Mundspülung oder einem Salbeiaufguss zu gurgeln. Das befeuchtet die Schleimhäute, unterstützt deren Abwehrkräfte und spült Krankheitserreger aus.

Es werde Licht
Der Winterblues ist ein besonders hinterlistiger Geselle, versteckt er sich doch in den Anzeichen allgemeiner Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder Gereiztheit und wird nicht sofort als SAD - saisonal abhängige Depression - erkannt. Als Ursache wird der Lichtmangel im Winter vermutet, der sich ungünstig auf die Hormonausschüttung von Melatonin und Serotonin auswirkt. Maßnahme Nummer eins dagegen ist Licht, und zwar jede Menge davon. Nutzen Sie das Tageslicht bei jedem Wetter, gehen Sie spazieren und verbringen Sie soviel Zeit wie möglich an der frischen Luft. Eine Lichttherapielampe mit mindestens 2500 Lux kann ebenfalls hilfreich sein. SAD-Betroffene sollten sich morgens oder abends mindestens eine halbe Stunde in die unmittelbare Nähe einer solchen Lampe setzen.

Freunde fürs Leben
Lassen Sie sich gerade auch im Winter nicht davon abhalten, sich mit Freunden zu treffen und weiterhin ihre Beziehungen zu pflegen. Mehrere Studien haben den Wohlfühleffekt von Freundschaften wissenschaftlich bestätigt. Zeit mit guten Freunden zu verbringen stärkt nicht nur unsere Abwehrkräfte, sondern auch unser Selbstwertgefühl. Das kann man an so manch grauem Wintertag gut brauchen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 01.12.2020 um 06:12 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/winterweh-ade-62767822

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