Reisen

Fortbestand der Mariazeller Schwebebahn gesichert

Die im Frühjahr pleitegegangene Mariazeller Schwebebahnen GmbH, ein ausgegliedertes Landesunternehmen, ist gerettet.

Fortbestand der Mariazeller Schwebebahn gesichert SN/APA
Mariazell ist gerettet.

Ein Sanierungskonzept mit der Bedienung von Forderungen in der Höhe von 2,76 Mio. Euro ist am Mittwoch von der steirischen Landesregierung abgesegnet worden. Die 75 Prozent Landesanteile wurden um einen symbolischen Euro an eine private Gruppe verkauft.

Die Überschuldung des Unternehmens, das eine Seilbahn, zwei Sessel- und drei Schlepplifte sowie einen Gastronomiebetrieb auf der Mariazeller Bürgeralpe führt, betrug im Mai noch 3,1 Mio. Euro. Als Insolvenzursache wurde das milde Wetter am Saisonende genannt, wodurch - trotz neuer Beschneiungsanlagen - massive Umsatzeinbußen verzeichnet worden seien. Für den Fortbetrieb der Schwebebahn bis Ende September stellte das Land 300.000 Euro zur Verfügung.

Die neuen Gesellschafter haben für den Winterbetrieb eine Bestandsgarantie für zehn Jahre abgegeben, der Sommerbetrieb soll für 15 Jahre gesichert sein. Allfällige Liquiditätsüberschüsse werden für die Finanzierung von Investitionen herangezogen. Der Betrieb soll durch weitere Restrukturierungsmaßnahmen gesichert werden: Betriebszeiten sollen optimiert, die Wintersaison der Schneelage angepasst, eine Re-Organisation der Pacht durchgeführt und das Marketing vom Tourismusverband übernommen werden, teilten Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) mit.

Trotz aller Bemühungen greift das Land noch einmal für die Schwebebahn in die Tasche und stellt 1,6 Mio. Euro für Investitionen wie Pistengeräte, Elektronik und Bergegeräte sowie Attraktionen für den Sommerbetrieb zur Verfügung.

Quelle: APA

Aufgerufen am 19.11.2018 um 07:37 auf https://www.sn.at/leben/reisen/fortbestand-der-mariazeller-schwebebahn-gesichert-3072400

Schlagzeilen