Reisen

Mailand - Weichteiltango in der Kathedrale des Kommerzes

Das italienische Mailand steht für Mode und Design, für Kunst und Oper und - nicht zu vergessen - für ungewöhnliche Glücksrituale.

"Saldi" heißt das Zauberwort. Und angesichts der unglaublichen Menschenmassen liegt fast der Verdacht nahe, hier gäbe es etwas umsonst. Aber das Gegenteil ist der Fall, trotz Abverkauf. Die Kleidungsstücke und Accessoires, die hier feilgeboten werden, wandern für zum Teil astronomische Summen über die Ladentheke. Da rangieren die 1000 Euro für das elegant-witzige Paar Schuhe in der Vitrine hier im unteren Preissegment. Was also für die einen in Mailand der schiere Wahnsinn, ist für die anderen der Modehimmel auf Erden.
Die Designerstücke in den Ladenauslagen sind alles andere als von der Stange, bestechen zum Teil durch eigenwillige Muster, freche Farbkombinationen und gewagte Schnitte. Aber gerade das ist es wohl auch, was die Hauptstadt der Lombardei seit Jahr und Tag zum Mekka der Modejünger macht.
Zu deren Pilgerrouten gehören die Straßen im sogenannten Quadrilatero della moda. Umrahmt wird das mondäne "Viereck der Mode" von vier Straßen: Entlang der Via Monte Napoleone, Via Alessandro Manzoni, Via della Spiga und Corso Venezia präsentieren alle namhaften Stylisten der Welt ihre zum Teil überaus ungewöhnlichen Kollektionen. Die machen selbst beim "Windowshopping" helle Freude. Denn die aufwendig gestalteten Schaufenster sind voll von außergewöhnlichen Hinguckern.

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