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Matera wird Europas Kulturhauptstadt 2019

Verschlungene Gassen, steile Treppen: Die süditalienische Stadt Matera wird neben Plowdiw Europas Kulturhauptstadt 2019.

Matera wird Europas Kulturhauptstadt 2019 SN/APA (epa)/ROBERTO ESPOSTI
Matera ist für seine Grottenwohnungen bekannt.

Die 60.000-Einwohnerstadt setzte sich bei der italienischen Endauswahl gegen Cagliari, Perugia-Assisi, Siena, Lecce und Ravenna durch.

Die Kulturhauptstadt Europas ist eine Initiative der Europäischen Union. Jedes Jahr werden zwei Kulturhauptstädte ernannt - eine aus den alten EU-Staaten (2019: Italien) und eine aus den neuen (2019: Bulgarien). In den Kulturhauptstädten finden in dem jeweiligen Jahr zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Aktionen statt.

"Die Kraft der Innovation unserer Projekte hat gesiegt. Für uns und für ganz Süditalien ist diese Designierung besonders wichtig", kommentierte der Bürgermeister von Matera, Salvatore Adduce. Gewählt wurde die Stadt von einer internationalen Jury.

Surrealistische Stadt in SüditalienMatera ist eine Überraschung für viele ausländische Besucher. Bekannt ist die Altstadt, die zum Teil aus Höhlensiedlungen, den seit 1993 zum UNESCO-Welterbe gehörenden Sassi, besteht. Materas terrassenförmig ansteigende Grottenwohnungen, die seit der Spätantike aus dem weichen Kalktuff herausmodelliert wurden, verleihen der vermutlich ältesten Stadt in Süditalien surrealistische Züge.

Verschlungene Gassen und steile Treppen verbinden die Gebäude miteinander. Die Stadt, die einst zu den ärmsten in Süditalien zählte, hat in den vergangenen Jahren eine Phase wirtschaftlichen Aufschwungs erlebt. Seit die Unesco die "Sassi di Matera" zum Weltkulturerbe erklärte, hat sich dort eine bunte Gemeinde von Künstlern breitgemacht und die Höhlen chic eingerichtet.

Mel Gibson drehte in MaternaDer Erfolg von Mel Gibsons zum Großteil in Matera gedrehtem Jesus-Film "Die Passion Christi" hat in den letzten Jahren den Tourismus in der süditalienischen Stadt belebt. Für 200 Euro werden einzelne Touristen oder Gruppen zwei Tage lang in die Ortschaften geführt, die nicht nur Gibson, sondern auch den italienischen Regisseur Pier Paolo Pasolini beeindruckt haben. Pasolini hatte sich hier zur Verfilmung des Matthäus-Evangeliums inspirieren lassen.

Quelle: APA

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