Reisen

Nostalgie am Steuer

Accessoires im Rückblick. Der Mietwagenanbieter Sunny Cars hat die trendigsten Must-haves in den Autos der 70er- bis 90er-Jahre zusammengestellt.

Blumenvase im Käfer

 SN/andy short - stock.adobe.com

Bereits in den 50er-Jahren waren Blumenvasen eine beliebte Dekoration in Autos. In den 60er-Jahren stellten Porzellanmanufakturen wie Rosenthal, Hutschenreuther oder Meissen eigene Minivasen für das Armaturenbrett her. In Anlehnung an diese Mode aus der Käfer-Ära gibt es in den Modellen des VW New Beetle, der 1997 herauskam, ebenfalls eine kleine Blumenvase am Armaturenbrett.



Wackeldackel

 SN/spql - stock.adobe.com

Den Wackeldackel gibt es bereits seit 1965 und er war bis in die späten 90er-Jahre ein beliebtes Accessoire. Nach dem gleichen Prinzip findet man heutzutage auch andere Hunderassen und Wackeltiere auf den Hutablagen der Autos. Ein weiterer Hype war der Wackel-Elvis, der in den frühen 2000ern durch einen Audi-Werbespot berühmt wurde. Auch er war natürlich an den kultigen Wackeldackel angelehnt.

Klopapierhut

 SN/allegra47 - stock.adobe.com

Ein weiteres Kultaccessoire der 60er-Jahre ist der Klopapierhut, also ein gehäkelter Überzug für eine Rolle Toilettenpapier, der für lange Fahrten im Auto auf der Hutablage aufbewahrt wurde. Es gab ihn in allen Formen und Farben und meist war er sogar von Tante oder Oma handgehäkelt: Ein kreatives Statement im Auto. Lange Zeit wurde er als Inbegriff der Spießigkeit verpönt, heutzutage ist er aber wieder als Retrokultobjekt in so manchen Oldtimern zu finden. Und natürlich war der Klopapierhut früher nicht nur ein optisches Highlight auf der Hutablage, sondern diente auch als Abdeckung, um die Papierrolle sauber zu halten und um ein Abrollen während der Fahrt zu verhindern.


Sitzauflage aus Holzperlen

 SN/vitaly tiagunov - stock.adobe.com

Die schicken Sitzauflagen aus Holzperlen waren besonders in den 70er- und 80er-Jahren sehr beliebt und vor allem in den Autos älterer Menschen zu finden. Die Perlen, meist aus hellem oder dunklem Holz, sollten die Durchblutung im Körper auch beim Sitzen anregen und für eine gute Luftzirkulation sorgen. Mit einem großen Nachteil: Bei einer Vollbremsung rutschte der Autofahrer auf den Kugeln unter dem Sicherheitsgurt hindurch. Heute ist dieses Accessoire kaum mehr zu finden.


Plüschwürfel
Unter dem Namen Fuzzy Dice waren die Plüschwürfel zunächst in den USA bei jüngeren Männern beliebt - als Zeichen für die Bereitschaft für ein Autorennen. Als Straßenrennen und hängende Gegenstände am Rückspiegel des Autos illegal wurden, war dies das Ende des Trends. Den Höhepunkt ihrer Beliebtheit erlebten die Plüschwürfel in den 70er- und 80er-Jahren. Heute hängen die Würfel aus Plüsch meist ohne Bedeutung und nur als Accessoire in vielen Farben in den Autos von Retrofans. Ihre frühere Bedeutung ist heute fast niemandem mehr bekannt.

Fuchsschwanz auf der Antenne

 SN/joppo - stock.adobe.com

In den 80er-Jahren war es besonders populär, Fuchsschwänze an Antennen von Autos und den Rückspiegeln zu befestigen. Fast legendär war diese Dekoration unter Opel-Manta-Fahrern, die auch mit vielen boshaften Witzen bedacht wurden. Heute ist der Manta ein beliebter Oldtimer und der Fuchsschwanz ist ebenfalls zu einem Kultaccessoire dieser Zeit geworden.


Baby on Board

 SN/stocksolutions - stock.adobe.com

Das gelbe Schild mit der schwarzen Blockschrift kam bereits 1984 auf den Markt und erfreute sich schon bald größter Beliebtheit. Die Idee dahinter war, mehr Rücksicht auf Fahrzeuge mit einem Baby auf dem Rücksitz zu nehmen. Auch heute noch sieht man diese Hinweisschilder, doch sie sind mittlerweile nicht mehr nur auf Babys begrenzt: Die aufgeklebten Schilder machen jetzt etwa auch auf werdende Mütter oder Hunde im Wagen aufmerksam. Heutzutage ebenfalls beliebt: Schilder auf dem Fahrzeug, die den Namen des Kindes verraten, welches an "Board" ist.

Fellbezug am Lenkrad

 SN/albert schleich - stock.adobe.com

Der Fellbezug am Lenkrad - meist aus Kunstfell - war Kult in den 80er- und 90er-Jahren. Besonders im Winter sorgte der Bezug für eine Art Lenkradheizung und wärmte die Hände. Doch die Hülle schmückte die Wagen nicht nur in der kalten Jahreszeit, sondern auch in den Sommermonaten. Wegen der schlechten Reinigungsmöglichkeiten und wegen der hohen Anfälligkeit für Bakterien war dieses Autoaccessoire jedoch etwas umstritten.


Wunderbaum

 SN/unsplash

Als Abschluss der kleinen Zeitreise darf der Duftbaum nicht vergessen werden. Als Must-have in allen Autos war er vor allem in den 90er-Jahren sehr beliebt. Erfunden wurde der Duftbaum bereits in den 50er-Jahren in den USA, von wo aus er seinen weltweiten Siegeszug antrat. Die angeblichen Lufterfrischer fürs Auto sind auch heute noch in den verschiedensten Duftrichtungen erhältlich. Zu den beliebtesten zählen Vanille, Grüner Apfel, aber auch Echtleder oder Neuwagen. Die kleinen Bäumchen sollen durch die mitunter starken Duftaromen unangenehme Gerüche im Innenraum des Fahrzeugs überdecken.

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.06.2019 um 05:26 auf https://www.sn.at/leben/reisen/nostalgie-am-steuer-71354722

Schlagzeilen