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Reisen unter Auflagen: Familienurlaub und die drei G

Reiseplanung für Groß und Klein. Die Eltern sind geimpft, die Kids nicht. Ein Überblick über die Einreiseregeln für Kinder in den Urlaubsländern.

Beim Urlaub mit Kindern muss man auf unterschiedliche Einreiseregelungen achten. SN/pixabay/pexels
Beim Urlaub mit Kindern muss man auf unterschiedliche Einreiseregelungen achten.

Während sich die Zahl der geimpften Landsleute im Erwachsenenalter - zumindest mit Erstimpfung - auf gut ein Drittel beläuft, Tendenz steigend, sind alle unter 16 Jahren noch von der Impfung ausgeschlossen. Was also tun im Falle eines verlängerten Wochenendes in Grado, eines geplanten Camping-Urlaubs in der Camargue oder einer sommerlichen Bahntour durch die Schweiz?

Kurz gesagt: Es ist kompliziert. Denn die Einreisebestimmungen für Kinder und Jugendliche sind EU-weit mitnichten einheitlich. Jedes Land hat eigene Regeln festgesetzt, und diese unterscheiden sich teilweise erheblich. Wer also mit Kind und Kegel unterwegs ist, sollte sich vorab gut informieren, damit der Urlaub nicht schon an der Administration scheitert.

Italien: Einreisetests auch für Kinder über zwei Jahre

Eines der beliebtesten Ziele für Herrn und Frau Österreicher: Italien. Schon allein wegen der Adria als perfekten Familienstrands. Hier gilt jedoch: Test für alle, auch Genesene oder Geimpfte, dafür keine Quarantäne, ausgenommen von der Testpflicht sind nur Kinder unter zwei Jahren. Zudem muss auch im Freien Mundschutz (Stoffmaske, nicht unbedingt FFP2) getragen werden. Die Gastgärten sind bereits offen, die Innengastronomie öffnet per 1. Juni, derzeit gilt noch die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr, Lockerungen sind versprochen.

Italiens östlicher Nachbar Slowenien hingegen, immerhin auch mit einem hübschen Stückchen Adria gesegnet, setzt zwar auch auf die drei G, doch Kinder oder Jugendliche, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind von der Testpflicht ausgenommen. Maskenpflicht, hier genügt normaler Mund-Nasen-Schutz, gilt zwar auch im Freien, aber nur dort, wo es schwierig ist, gebührenden Abstand zu wahren, etwa auf Märkten.

In Malta brauchen sogar Babys einen negativen Test

In der Schweiz hat man seit Donnerstag ein Einsehen und auch Salzburg und Oberösterreich von der roten Inzidenz-Liste gestrichen. Damit ist der touristische Reiseverkehr zwischen Gesamtösterreich und der Schweiz wieder ohne Quarantäne möglich. Natürlich auch für Kinder, die sind, sofern unter zwölf Jahren, von der Testpflicht sowie auch großteils von der Maskenpflicht ausgenommen. Diese ist im öffentlichen Raum wie folgt geregelt:
In belebten Fußgängerbereichen von Zentren und Dorfkernen und überall dort, wo die verlangten eineinhalb Meter Abstand nicht eingehalten werden können, sollte ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Frankreich hatte sich - bis zum großen Stopp durch die Pandemie - zur neuen Trenddestination gemausert. Kinder bis zum elften Lebensjahr dürfen ohne Test einreisen. Auch hier werden die Strategien zu zusätzlichen Lockerungen diskutiert, derzeit jedoch ist ein Mund-Nasen-Schutz im Freien dort noch verpflichtend, wo es schwierig ist, den Sicherheitsabstand einzuhalten.

Die Mittelmeerinsel Malta schreibt vor, dass Kinder (auch Babys) in Begleitung geimpfter Erwachsener nach wie vor einen negativen PCR-Test bei Einreise vorweisen müssen. Ein Mund-Nasen-Schutz oder Gesichtsvisier sind in der Öffentlichkeit drinnen und auch draußen vorgeschrieben. Ausgenommen sind Pools und Strände. Dort wird das Tragen einer Maske empfohlen, ist aber nicht verpflichtend.

Kroatien und Spanien setzen auf Abstand und Mund-Nasen-Schutz

In der vielfältigen Inselwelt Kroatiens lässt sich das Abstandhalten sicherlich leicht bewerkstelligen. Ideal also für den Familienurlaub, Kinder ab sieben Jahren benötigen einen negativen Test bei Einreise. Mund-Nasen-Schutz muss auch in Kroatien nur dort getragen werden, wo der vorgeschriebene Abstand nicht eingehalten werden kann.

In Spanien - und auch im Urlaubsmekka Griechenland - sind nur Kinder unter sechs Jahren von der Testpflicht befreit, Mund-Nasen-Schutz muss auch im Freien dort getragen werden, wo die eineinhalb Meter Abstand nicht möglich sind. Manche Regionen haben jedoch unterschiedliche Bestimmungen, daher wird empfohlen, die tagesaktuellen Infos auf https://travelsafe.spain.info/de/ abzurufen.

Im - auch für Familien - immer beliebteren Urlaubsland Deutschland sind ebenfalls Kinder bis einschließlich sechs Jahren von der Test- und Maskenpflicht befreit. Ältere Kinder müssen in manchen Bundesländern Mund-Nasen-Schutz tragen.


Aufgerufen am 23.06.2021 um 06:53 auf https://www.sn.at/leben/reisen/reisen-unter-auflagen-familienurlaub-und-die-drei-g-104059204

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