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Reisetipps

Wer eine Reise tut, der kann sich freuen - muss aber auch an viel denken. Mit diesen Vorbereitungen sowie Hilfestellungen kann man sich davor schützen, im Urlaub plötzlich vor unangenehmen Überraschungen zu stehen.

Wer sich vor einer Reise gut vorbereitet, ist auf der sicheren Seite und schützt sich vor vermeidbaren Problemen. SN/Getty Images/iStockphoto
Wer sich vor einer Reise gut vorbereitet, ist auf der sicheren Seite und schützt sich vor vermeidbaren Problemen.

Im Urlaub möchte man vor allem eins: die Reise mit Haut und Haar erleben, sich wahlweise entspannen oder Abenteuer erleben und dabei die neuen Eindrücke voll und ganz genießen. Um nicht vor oder während der Reise auf Probleme zu stoßen, lohnt es sich, Zeit in die Vorbereitung zu investieren.

Lang vor der Reise: Vom Visum bis zur Impfung
Dass Flüge, Hotels und Ferienhäuser häufig sehr viel günstiger sind, wenn sie rechtzeitig gebucht werden, ist längst kein Geheimnis mehr. Wer sich rechtzeitig Gedanken darüber macht, wann es wohin gehen soll, und entsprechend reserviert, spart nicht nur bares Geld, sondern steht zudem vor einer wesentlich größeren Auswahl an Reise- und Unterkunftsmöglichkeiten. Unbedingt zu beachten ist, dass gerade bei außereuropäischen Reisezielen ein Visum vonnöten sein könnte, das abhängig von der Destination unterschiedlich beantragt werden kann und womöglich eine gewisse Vorlaufzeit benötigt, bevor man es schließlich erhält. Informieren kann man sich dazu auf der Website des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (www.bmeia.gv.at, Menüpunkt "Reise & Aufenthalt"). Ebenfalls auf dieser Seite finden sich Informationen dazu, welche gesundheitlichen Maßnahmen vor der Reise zu treffen sind. Auf der einen Seite können bestimmte Impfungen erforderlich sein, auf der anderen empfiehlt es sich je nach Reiseziel, bestimmte Medikamente im Reisegepäck zu haben, die die Apotheke möglicherweise nicht vorrätig hat und erst bestellen muss. Rechtzeitig besorgen lohnt sich also auch hier. Ein kurzer Blick in den Reisepass schadet zudem nicht: Man wäre nicht der Erste, der kurz vor der Reise merkt, dass der Pass vor einer Woche abgelaufen ist. Für manche Reiseziele muss der Pass sogar eine bestimmte Anzahl an Monaten in die Zukunft hinein gültig sein. Hier gilt es ebenfalls sich zu informieren.

Kurz vor der Reise: Von der Reiseapotheke bis zum Ladekabel
Gründlich packen ist die Absicherung dafür, nicht am Urlaubsort verzweifelt die Geschäfte nach einem Paar passender Laufschuhe abzuklappern, nachdem man die eigenen zu Hause vergessen hat. Oder mit einige Kilogramm schwerer Fotografieausrüstung am Flughafen zu stehen - nur um im Hotelzimmer zu merken, dass leider das Ladekabel zu Hause liegt. Eine vorab formulierte Liste mit allen benötigten Gegenständen, die man Stück für Stück abhaken kann, empfiehlt sich sowohl für kleinere als auch für größere Reisen. Besonders wichtig ist dabei eine gut durchdachte und auf das Reiseziel zugeschnittene Reiseapotheke. Medikamente gegen Schmerzen, Übelkeit und Durchfall sowie Desinfektionsspray und Pflaster empfehlen sich immer. Spezielle Medikamente, die für die Destination notwendig sind, gilt es im Vorhinein zu recherchieren und zu besorgen. Wichtig: Auch verschreibungspflichtige Medikamente, die man individuell benötigt, nicht vergessen. Am Reiseziel wird es ohne Rezept schwierig, diese einzukaufen. Übrigens: Es etabliert sich immer mehr als Trend, ausschließlich mit Handgepäck zu reisen. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten: So dürfen sich in diesem bekanntermaßen keine Flüssigkeitsbehälter mit mehr als 100 Millilitern befinden. Maximalgröße und -gewicht ist zudem zumeist exakt festgelegt.

Am Urlaubsziel: Sich Zeit nehmen und in Ruhe ankommen
Alles hat funktioniert, Anschlussflüge wurden erreicht, ebenso wie die Lokalbahn oder das Taxi vom Flughafen zum Endziel. Nach Stunden der Reise ist man nun tatsächlich im Urlaub angekommen. Jetzt empfehlen Reiseexperten, sich erst einmal Zeit zu nehmen. Gerade, wer eine lange Reise hinter sich hat, ist gut damit beraten, den ersten Tag oder auch die ersten zwei Tage (je nach Ankunftszeit) ruhig anzugehen. Wer in eine Stadt gereist ist, findet in den häufig angebotenen Hop-on-Hop-off-Touren eine einfache Möglichkeit, sich einen Gesamteindruck über die Reisedestination zu verschaffen und Inspirationen zu sammeln, welche Stadtteile und Attraktionen gern noch einmal genauer beäugt werden sollen.

Krank im Urlaub - und jetzt?
Manchmal kann das Leben unfair sein. Alles ist durchgeplant, der Koffer gründlich gepackt, das Visum in der Tasche. Und dann merkt man schon am zweiten Urlaubstag, dass sich da eine ausgewachsene Grippe ankündigt. Auch eine Lebensmittelvergiftung, ein Unfall, ein Knochenbruch oder Ähnliches können natürlich ebenfalls auf Reisen passieren. In Sachen Krankenversicherung ist man in der EU und im Europäischen Wirtschaftsraum mit einer österreichischen E-Card abgesichert - der Versicherungsnachweis "Europäische Krankenversicherungskarte" steht auf deren Rückseite. Für Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und die Türkei gilt dieser Schutz jedoch nicht. Für diese Länder kann ein eigener Betreuungsschein bei der Gebietskrankenkasse beantragt werden. Im Krankheitsfall wird dieser gegen einen örtlichen Krankenschein ausgetauscht - in Serbien und Bosnien geht das auch mit der E-Card. Außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums sind die Behandlungskosten zunächst selbst zu tragen - die heimische Krankenversicherung ersetzt im Nachhinein bis zu 80 Prozent der Kosten, die bei der gleichen Behandlung bei einem Vertragsarzt in Österreich entstanden wären. Vorsicht: Ein Krankenhausaufenthalt kann einen so teuer zu stehen kommen. Auf Nummer sicher gehen lässt sich mit einer privaten Auslandskrankenversicherung während des Urlaubs. Diese wird bei vielen Kreditkartenanbietern mit der Buchung per Karte angeboten.

Aufgerufen am 28.11.2021 um 07:26 auf https://www.sn.at/leben/reisen/reisetipps-77373766

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