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Vibe und die kleinen Bälle

Warmbad-Villach. Wo die Römer ihrer Quellgöttin huldigten, liegt heute ein Epizentrum der Alpe-Adria-Golflust.

Grenzgänge sind hier sehr empfohlen. Das Kärntner Dreiländereck rund um Villach präsentiert sich als echtes Abschlag-Paradies. Bestes Beweisstück: die Alpe-Adria-Golf-Card, die für ganze 22 umliegende Partnerclubs gilt, in Kärnten ebenso wie in Osttirol, Italien und Slowenien.

Zwölf davon sind in maximal einer Dreiviertelstunde Autofahrt erreichbar. "Wenn Sie möchten, spielen Sie am Morgen in Kärnten die erste Runde, zu Mittag die zweite in Italien und die letzte danach in Slowenien", schmunzelt Gary Foster. Seine "Home Base" ist die Golf Academy in Villach, die er seit 2015 leitet. Als ehemaliger englischer Head-Pro hat er schon alles erlebt, was so in ein Golferleben passt. Deshalb sieht er auch auf einen Blick, was der Golf-Lehrling so braucht.

Seine Golf-Akademie, etwa 500 Meter vom "Warmbaderhof" entfernt, ist zwar alles andere als ein Hightech-Institut, bietet aber vom Pro Shop mit Leihausrüstung bis zum ganzjährigen Indoor Golf Flightscope die ganze Palette an. "Das hab ich alles selbst geplant - auch die Driving Range mit dem Sechs-Loch-Parcours", meint der schlaksige Brite lachend mit seinem unverwechselbaren Akzent. "Und wenn du meinst, das ist zu leicht für dich, dann wirst du deine Wunder erleben." Recht hat er, denn das Geläuf ist gespickt mit Bunkern, einem plätschernden Bach, der auch im Winter über 20 Grad warmes Wasser führt, und einigen Sandbunkern. Er nennt sein Reich "The Roman Challenge", weil es eben römischer Boden ist und auch gute Spieler so noch ihre "Challenge" erleben.

Seit junge, durchtrainierte Sportskanonen wie Tiger Woods in den internationalen Medien präsent sind, ist Golf sexy geworden. Auch für Frauen. Der britische Rasensport hat einen rasanten Aufschwung erfahren. Die Golfclubs verzeichnen derzeit zwar eine leichte Stagnation der Mitglieder-Zuwachsraten, doch mit viel Jugendarbeit soll das ausgeglichen werden. Diese Art von Bewegung an der frischen Luft sei nicht nur ideal für Erwachsene, sondern auch für Kinder, meint Gary Foster. Gerade in Zeiten wie diesen. "Die Konkurrenz durch Handy und Facebook ist stark, die Kids sind ein bisserl faul geworden." Er hat ein Gegenmittel entwickelt: eine Übungswoche mit leicht erreichbaren Löchern, in maximal 130 Metern Entfernung statt wie sonst 600. Schließlich ist Golf ein Sport, aber auch ein Spiel und soll deshalb Spaß machen. Den Jungen ebenso wie den Älteren.

Dass das auch so bleibt, dafür sorgt Vibe. Die hochverehrte Quellgöttin der Römer hat im Warmbaderhof ihr wohltuendes Heiligtum - Österreichs einziges Urquellbecken. Seit dem vierten Jahrhundert nach Christus wird hier schon gebadet, und auch heute lassen sich über dem Kieselbecken, aus dem kleine Luftbläschen aufsteigen, entspannte Schwimmrunden ziehen. Dazu sprudeln täglich etwa 40 Millionen Liter Thermalwasser mit einer Temperatur von 29,5 Grad aus sechs Quellen in die Therapiebäder des Thermen-Resorts, wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend und versprechen Heilerfolge bei Abnützungen am Bewegungsapparat, an Gelenken und Muskeln oder bei Durchblutungs- und Kreislaufstörungen. Ein ideales Ergänzungsprogramm auch für Golfer also. Und durch einen direkten Gang mit dem Warmbaderhof verbunden, einem elegant-gediegenen Haus mit hübschen Suiten, das heuer seine stolzen 220 Jahre feiert und für seine Fünf-Sterne-Wellness ebenso bekannt ist wie für seine bemerkenswerte Haubenküche. Nicht nur bei Golfern.

Unter ebendiesem Dach haben sich - ebenfalls direkt neben der Golf Academy - im Thermen-Resort Warmbad-Villach ausgesuchte Spezialisten zusammengefunden. Unter dem Motto "Gesund am Abschlag" wird hier im Golf-Med-Institut an Bewegungsabläufen gearbeitet, werden TPI-Screenings gemacht, Schwunganalysen und individuelle Trainingsprogramme erstellt sowie Fehlstellungen korrigiert. "Auf diese Weise können wir sowohl die physische als auch die psychische Leistungsfähigkeit evaluieren und optimieren", sagt die leitende Physiotherapeutin Andrea Münzer. Und den locker beschwingten Abschlag dauerhaft garantieren.

Auch Gary Foster hat für all jene, die nicht so schnell aus der Übung kommen möchten, einen Tipp parat: "Komm im Winter, dann kannst du indoor spielen oder dich an warmen Tagen auf der Driving Range für die nächste Golfsaison fit machen - mein Laden ist offen." Wenn er nicht gerade für ein Spiel im Golfclub Schloss Finkenstein gebucht ist - einer der Alpe-Adria-Plätze, die mit der gleichnamigen "Card" gespielt werden können. Oder eine Runde im nahen Golf-Parcours im slowenischen Bled dreht, einem seiner Lieblingsplätze in der Region.

Überlaufen ist das magische Golfdreieck ohnehin zu keiner Jahreszeit. Es passierte beim vorletzten "International Golf Travel Market" in Palma de Mallorca, als Kärntens Testimonial Franz Klammer sein Heimatland in allen Facetten anpries und prompt den Golf Travel Award "Undiscovered Golf Destination of the Year 2017" einheimste. Nicht zuletzt für die Alpe-Adria-Golf-Card.

INFORMATION

Alpe-Adria-Golf-Card
Die Alpe-Adria-Golf-Card ermöglicht dem Karteninhaber, für einen einmaligen Kaufpreis eine festgelegte Anzahl an Golfrunden in den Partnerclubs - unter den allgemeinen Voraussetzungen des jeweiligen Clubs sowie nach Einlösung der Bons in Greenfees - zu spielen.

22 Golfanlagen im Dreiländereck Österreich, Italien, Slowenien stehen zur Wahl. Allein zehn der Kärntner Golfclubs und knapp 40 Hotels sind Partner dieser Karte für Schnäppchenjäger (ab 195 Euro für drei Greenfees. Ab Oktober gilt 2 = 1). In Friaul-Julisch Venetien sind es vier Clubs, von den Plätzen am Meer in Grado und Lignano bis zu den Bergwäldern bei Tarvisio, und Slowenien bietet sogar acht Golfplätze rund um die "Grüne Hauptstadt Europas" Ljubljana.
www.alpe-adria-golf.com/de

Golf-Med-Institut
Hinter diesem Namen versteckt sich in Warmbad-Villach kein Klinikbetrieb, sondern ein zertifiziertes "offizielles PGA-Therapiezentrum" - nicht nur für Golf-Professionals, sondern auch für Hobbygolfer. Ziel ist die optimale Voraussetzung für ein beschwerdefreies Spiel durch Synergie aus medizinischem und physiotherapeutischem Fachwissen. Eine Analyse wird mit dem TPIScreening erstellt, das alle Einschränkungen in den Bewegungsabläufen misst - von Oberkörper- bis Beckenrotation, Hüftbeweglichkeit, Stand und Latissimustest. Danach folgt eine videounterstützte Golfschwung-Analyse. Dauer des Check-ups: rund eineinhalb Stunden. Danach geht es zum schmerzfreien Training mit der Physiotherapeutin.

www.warmbaderhof.at; www.garyfoster.at

Quelle: SN

Aufgerufen am 21.09.2018 um 07:29 auf https://www.sn.at/leben/reisen/vibe-und-die-kleinen-baelle-39726475

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