Reisen

Wo Terence Hill am Fels hängt

Wandersaison. Die Dolomiten sind zu jeder Jahreszeit eine spektakuläre Wanderkulisse, vor allem aber im Herbst.

Wo Terence Hill am Fels hängt SN/höd
Die Plätzwiese, 2000 Meter hoch gelegen, mit Blick auf das Cristallo-Massiv.

Wenn der alte Haudegen Terence Hill wie ein tapferer Feldherr sein jagdgrünes Käppi aufsetzt, sich auf das Pferd wirft und dann auf Schurkenjagd geht, mag man an die weite Prärie denken, nicht aber an hohe Dolomitengipfel.

Dennoch reitet der Italoamerikaner Terence Hill heute nicht durch Westernlandschaften, sondern entlang einem malerischen Bergsee, vor dem Hintergrund mächtiger Südtiroler Felswände, die er bei Bedarf auch hochklettert. Als schneidigen Förster Pietro kennt ihn das italienische Fernsehpublikum aus der Serie "Un passo dal cielo" ("Nur ein Schritt bis zum Himmel") - einer Art "Forsthaus Falkenau", nur mit etwas mehr Action.Der malerische Pragser WildseeDen Schauplatz der Dreharbeiten, den malerischen Pragser Wildsee, auf einer Höhe von 1500 Metern zwischen Innichen und Bruneck gelegen, hat die Fernsehstaffel mit einem Schlag noch bekannter gemacht. So verwundert es nicht, dass die Touristen heute busweise anreisen.

Wer den Dolomitensee mit dem Seekofel-Massiv im Hintergrund sehen will, kann also mit beeindruckenden Aussichten, nicht aber mit einem idyllischen Spaziergang rechnen. Doch die Gegend um das Hochpustertal bietet reichlich Alternativen für Wanderfreunde und Naturliebhaber, vor allem im Herbst - beispielsweise die Plätzwiese im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Auf das Hochplateau auf 2000 Metern führt eine schmale Panoramastraße. Oben gibt es Möglichkeiten für ausgedehnte Touren, mit Blick auf die Hohe Gaisl und den Monte Cristallo. Bis Ende Oktober haben hier auch die meisten Hütten offen - wie die Dürrensteinhütte neben dem Werk Plätzwiese, einer Befestigungsanlage der k. u. k Militärverwaltung. Die Drei Zinnen als Wahrzeichen Auch eines der Wahrzeichen und beliebtesten Fotomotive der Dolomiten ist vom Hochpustertal aus gut zu erreichen: die Drei Zinnen. Vom Talschluss in Sexten geht es in einer gut zweistündigen Wanderung bis zum Toblinger Riedel auf 2400 Metern. Von hier aus eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die Nordwände der Drei Zinnen und die anderen Gipfel in den Sextener Dolomiten.

Gerade der Herbst ist eine ideale Wanderzeit. Die Temperaturen sind angenehm und es sind deutlich weniger Touristen unterwegs als im Hochsommer: Da nimmt man gern in Kauf, dass es später hell und früher dunkel wird.

Wenn die Wandersaison im Hochgebirge im November zu Ende geht, locken eher Regionen weiter im Westen und Süden - vor allem jene Gegenden, wo es um das kulinarische Wandern geht. Im Eisacktal beispielsweise, auch in Meran und Umgebung, in den Gebieten rund um Bozen und Kaltern dreht sich bis Mitte November alles ums Törggelen - das gemütliche Zusammensitzen bei Speck, Käse, gerösteten Kastanien und edlen Weinen.

Aufgerufen am 14.11.2018 um 09:58 auf https://www.sn.at/leben/reisen/wo-terence-hill-am-fels-haengt-3091471

Schlagzeilen