Reisen

Zimtduft über dem Dünenkamm

Bekanntes in der Ferne. Namibia ist für seine Köcherbäume und die an die karge Landschaft angepassten Oryxantilopen bekannt. Warum buttriger Apfelkuchen rund 13.000 Kilometer von Wien entfernt für Verwunderung sorgt.

Der Bus rumpelt und schwankt. Er brettert über Schotterpisten, fliegt gekonnt über Schlaglöcher und hinterlässt eine viele Kilometer lange Staubspur, die entrüstete Paviane mit ihrem Nachwuchs auf dem Rücken naserümpfend das Weite suchen lässt.

Seine Reisegruppe, die der Bus zu nachtschlafender Stunde in den Sitzreihen aufgenommen hat, spuckt er gerade rechtzeitig zu Tagesanbruch wieder aus. Erst blinzeln. Dann staunen. Unaufhaltsam steigt die Sonne im Sossusvlei, einem Teil der Namib-Wüste, hinter den höchsten Sanddünen der Welt empor. Im selben Tempo kriecht die Wärme des Tages in die Glieder. Das Licht taucht den ohnehin roten Sand in zimtfarbene Töne. Das Auge versucht noch, sich an den weichen Wellen des Sands festzuhalten. Doch bevor das gelingt, wird die andächtige Stille von aufgeregtem "Klick, klick" durchbrochen. Kameras versuchen, die Stimmung einzufangen. Ein Fotomotiv wie dieses findet man so schnell nicht wieder.

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