Leben

Utensilien für den Rucksack

Ich packe in meinen Skirucksack … alles, was an einem Tag auf der Skipiste, während der Skitour, im Freeride-Hang oder auf der Langlaufloipe gebraucht wird! Es gilt dabei immer das Motto: so viel in den Skirucksack packen wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Beim Langlaufen manchmal, beim Skitourengehen und Freeriden eigentlich immer und oft auch beim Tag auf der Skipiste: Es zahlt sich bei Wintersportaktivitäten aus, einen Rucksack mitzuhaben. Oft braucht es nämlich mehr als nur einen Platz für den Autoschlüssel und das Smartphone - etwa wenn man einen Ersatzlayer, eine Sonnenbrille, einen kleinen Snack oder gar eine kleine Kamera für die schönsten Winter-Wonderland-Momente mitnehmen möchte. Und natürlich, wenn gar eine Tagesskitour auf einen Berggipfel mit anschließender Freeride-Abfahrt geplant ist.

Das Wichtigste ist zunächst die Entscheidung über den Rucksack selbst. Hier gilt es abzuwägen, ob ein kleines und dafür auch leichteres Modell mit zwölf bis maximal 25 Litern ausreicht. Diese Größe genügt völlig für einen normalen Skitag, selbst wenn man für andere Familienmitglieder noch ein paar Dinge einpackt. Ein Tipp: Auch kleinere Skirucksäcke sind teilweise bereits mit Rückenprotektoren ausgestattet, die bei Stürzen auf der Piste vor Verletzungen schützen können. Bei einer Mehrtagestour im Schnee empfehlen sich jedoch größere Kaliber von 20 bis 29 Litern - aber Achtung: Hier sollte man nicht in Versuchung geraten, den Rucksack mit unnötigen Utensilien vollzupacken. Denn je weniger man mit sich trägt, desto besser.

Wenn es raus ins Gelände geht, sollte man auf jeden Fall einen Lawinenrucksack in Erwägung ziehen. Er ist mit einem Airbag ausgerüstet und bietet zusätzlich ausreichend Stauraum.

Aber auch auf die Langlaufloipe muss man manchmal Gepäck mitnehmen - etwa um Handy, Schlüssel, Handschuhe oder Trinkflasche unterzubringen. Erste Wahl sind hier Hüfttaschen, die bei der Bewegung möglichst wenig einschränken.

Das muss der Skirucksack können

Hat man sich für eine Rucksackgröße entschieden, geht es ans Durchprobieren. Hier ist auf seine wasserabweisenden bzw. wasserdichten Eigenschaften sowie einen guten, angenehmen Sitz zu achten. Also ruhig ein bisschen hüpfen, in die Hocke gehen, strecken - all dem muss der Rucksack gewachsen sein, ohne zu behindern. Brust- und Beckengurt sorgen für einen höheren Tragekomfort. Auf den Schultern muss der Rucksack angenehm weich aufliegen, am Rücken darf er nicht drücken. Ein Hinweis, wenn der Skirucksack im Skigebiet getragen werden soll: Je flacher der Rucksack, desto angenehmer ist er im Sessellift zu tragen - ansonsten muss man sich darauf einstellen, den Rucksack bei jeder Bergfahrt abzunehmen. Auch die Höhe des Rucksacks muss beachtet werden, denn wenn er zu weit über die Schultern ragt, könnte er beim Skihelm anstoßen.

Praktisch ist beim Skirucksack eine weite Öffnung, die es ermöglicht, alles zu erreichen, ohne dabei den Rucksack komplett auspacken zu müssen. Deckelfach und Außentaschen sind gute Orte für alles, worauf man öfter und schnell Zugriff braucht - Stichwort Smartphone, Pistenplan oder Taschentuch.

Die Basisausstattung und Nice-to-haves

Diese drei Utensilien sind auch schon drei Must-haves auf der Piste, die man im Skirucksack bequem unterbringen kann. Hinzu kommen eine Mütze oder ein Stirnband für die Pause auf der Skihütte und ein Multifunktionstuch, das sowohl als zusätzlicher Schal als auch als Schweißtuch oder Kopftuch verwendet werden kann. Eine Sonnenbrille mit gutem UV-Schutz ist ebenfalls unerlässlich. Apropos UV-Schutz: Eine kleine Tube Sonnencreme und eine Lippenpflege mit hohem UV-Filter sind ebenfalls ratsam, da es die vom Schnee reflektierende Sonne bekanntermaßen ganz schön in sich haben kann.

Dann geht es auch schon an die Dinge, die sich bei Bedarf als ganz praktisch erweisen können, wenn man sie im Rucksack mithat. Hier aber nochmal der Hinweis: Die Eigenschaft "praktisch" gilt nur, solange sie nicht unnötig eingepackt werden und einfach nur für mehr Gewicht sorgen. Aber probieren geht hier über studieren! Was einmal nicht gebraucht wird, muss beim nächsten Ausflug eventuell gar nicht erst eingepackt werden.

Je nach Witterung - ob an einem besonders heißen oder kalten Skitag - sind weitere Baselayer wie ein Kurz- oder Langarmshirt und ein Midlayer wie ein Fleeceshirt oder eine Sportjacke von Vorteil. Gleiches gilt für Unterhandschuhe, die allein oder unter den normalen Handschuhen getragen werden können. Wenn es besonders eisig angesagt ist, ist eine Skimaske für das Gesicht ein wahrer Segen. Genauso wie ein Getränk und ein Riegel oder ein kleiner Snack, falls mal die Kräfte etwas nachlassen.

Ein Kann - kein Muss

Jetzt geht es ans Eingemachte oder besser gesagt: ans Eingepackte. Denn Skibrillen-Wechselgläser für unterschiedliche Lichtverhältnisse, Handwärmepads, eine Trinkblase, ein Schweizer Taschenmesser für alle Eventualitäten, Blasenpflaster, ein Reisehandtuch, Kamera inklusive Wechselakkus und Stirnlampe sind schon etwas für erfahrenere oder länger reisende Wintersportler in den Bergen. Auch eine Powerbank schadet nicht - wobei sich diese immer mehr zum Muss im Skirucksack entwickelt. Denn Kälte bekommt Handy-Akkus erfahrungsgemäß gar nicht gut. Wer also erreichbar oder nicht ohne GPS, Onlineskiplan und Wintersport-App unterwegs sein will oder einfach in Echtzeit seinen Standort senden möchte, der sollte immer eine Powerbank dabeihaben.

Abschließend auch noch ein paar tatsächliche Must-haves, die jeder bei sich tragen sollte, der auf Skitouren abseits der Piste unterwegs ist. Ein Lawinenverschüttetensuchgerät (kurz: LVS-Gerät) ist keine Option, sondern muss immer dabei sein - und zwar nahe am Körper und nicht im Rucksack! In den Rucksack gehören Schaufel und Sonde sowie ein Erste-Hilfe-Set.

Aufgerufen am 16.01.2022 um 10:20 auf https://www.sn.at/leben/utensilien-fuer-den-rucksack-114396469

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