Leserbrief

1. Mai - endlich vorbei

Das immerwährende Ritual zum 1. Mai fadisiert zusehend. Aufmarsch, Kritik der SPÖ an der Regierung, die an Aschermittwoch-Veranstaltungen erinnert. Und - in diesem Jahr - eine "Trumpisierung" von Fakten. Während die SPÖ-Veranstalter von 120.000 Mobilisierten sprachen, teilt die Polizei nüchterne Zahlen mit: Ganze 12.000 sollen am Rathausplatz anwesend gewesen sein. Oder, wie es der Kleine Zeitung-Journalist Michael Jungwirth ausdrückte: "Das Spiel mit alternativen Fakten ist kein Spezifikum der Rechtspopulisten". Wie wahr!

Viel Mut bewies der Salzburger FSG-Chef der SPÖ, Gerald Forcher, der seine Kritik an der Partei wie folgt bündelt: "Seit 150 Jahren plakatieren wir dieselben Sachen. Dass Wohnen günstiger werden muss. Dass die Pensionen und die Einkommen zum Leben reichen müssen. Dass Gesundheit kein Privileg der Reichen sein darf. Und wieso, bitte, schaffen wir es denn nicht, das umzusetzen? Obwohl wir jahrelang den Bundeskanzler stellten?" Chapeau, Gerald Forcher, das sollte zu denken geben.

Rudolf Prill, 9071 Köttmannsdorf

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