Leserbrief

30 Millionen Übernachtungen sind genug

Meine Meinung ist die Grenze der Übernachtungen erreicht. Um dem Einhalt zu gebieten, benötigt es aber mehrere Einschränkungen z.B., keine weiteren Investitionen in Aufstiegshilfen. Lifte mit verbesserten Kapazitäten zu bauen erfordert immer mehr Übernachtungsmöglichkeiten. Die Spirale dreht sich weiter.
Bedenklich ist auch die Vermarktung der Betten. Sie werden fast nur mehr über globale Online-Portale angeboten.
Airbnb ist ein Verursacher, der sich am wenigsten um die Tourismusabgaben kümmert, weil er Wohnungen im privaten Bereich rekrutiert. Dies schädigt auch noch den Wohnungsmarkt. Vermieter die steuerlich veranlagt sind und ihre Abgaben vorgeschrieben bekommen, können bei jedem Onlineanbieter anbieten.
Jedoch - diese Onlineportale machen große Gewinne und ihr Steuersitz ist meistens im Ausland. Sie werden kaum die Tourismusabgabe leisten, zu der jeder Unternehmer laut dem Salzburger Tourismusgesetz verpflichtet ist?
Es ist auch zu beobachten, dass sich immer mehr Immobilienfirmen bis in das letzte Tal "verirren" und Ausschau nach günstigem Grund und Boden halten. Ihr Versprechen, dass sie Tourismuseinrichtungen (wieder nur Betten) schaffen, stellt sich nach genauerer Recherche meist als Trugschluss heraus. Es werden im Endeffekt Zweitwohnungen. Sie wollen die Immobilie, die sie auf dem günstigen Grund gebaut haben, möglichst teuer verkaufen.
Die Gemeinden wären gut beraten, wenn sie sich sehr genau überlegen, wem sie Grund und Boden in einem Ort anvertrauen.

Barbara Ortner, 5442 Rußbach

Aufgerufen am 24.11.2020 um 01:36 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/30-millionen-uebernachtungen-sind-genug-61532209

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