Leserbrief

380 kV

In einem Interview mit der Chefredakteurin der Salzburger Bezirksblätter, Frau Julia Hettegger, betont der Projektleiter der 380-kV-Leitung, Wolfgang Hafner, man werde die Entscheidung in dieser Sache (die zwei wichtigsten Kernfragen, nämlich die Zuständigkeit und das tatsächliche Ausmaß der Rodungen sind vom Verfassungsgerichtshof noch nicht entschieden) nicht abwarten, sondern wie geplant im Herbst mit dem Bau beginnen.

Wenn schon - wie bereits gemeldet - ein von der Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes, Frau Brigitte Bierlein, betrauter Höchstrichter, der nebenbei Aufsichtsrat bei den Wiener Stadtwerken Ist, entscheiden hätte sollen, ob eine Revision gegen die Bewilligung durch das Bundesverwaltungsgericht zulässig ist, wie sollte man da auf ein gerechtes Urteil hoffen?

Auch eine von der EU vorgeschriebene Strategische Umweltprüfung (SUP) gilt in Österreich für die Verbund APG offensichtlich nicht.

Der immer wieder vorpreschende Herr Hafner gehört von seinem Chef, Herrn Wolfgang Anzengruber, und besonders von unserem Herrn Landeshauptmann Haslauer zurückgepfiffen. Recht muss Recht bleiben und das sollte auch für die Verbund APG gelten.


Peter Bacher, 5023 Salzburg

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