Leserbrief

Abschalten statt Einschalten

Es ist schon klar, dass wir nicht genug Energie erzeugen können und das möglichst umweltschonend. Der Bedarf an Energie wird durch die E-Autos noch weiter steigen. Wenn die EU und einige Mitgliedsstaaten wie u.a. Frankreich die Atomkraftwerke als nachaltigen Strom bezeichnet, so finde ich das grob fahrlässig. Abgesehen davon, dass die Endlagerung der Brennstäbe auf unserer Erde nicht gelöst wird und womöglich hier schon der Weltraum für die Entsorgung herangezogen werden muss, ist das Atomkraftwerk an sich eine Hochrisikoanlage. Selbst wenn das Kraftwerk noch so sicher gebaut und auch gewartet wird, bleibt das Risiko eines Erdbebens und Gnade uns Gott, was dann auf uns Menschen zukommt. Ich verstehe nicht, dass man aus der Katastrophe von Fukushima nichts gelernt hat und das einfach ignoriert. Nun ist das bereits elf Jahre her und immer noch haben die Betreiber Probleme mit dem radioaktiven Wasser, das neuerdings sogar ins Meer geleitet werden soll, da die Tanks mit 1,2 Milliarden Liter radioaktivem Wasser (Stand 16. 10. 2020) voll sind.
Der einzig richtige Weg, den Österreich ja schon 1978 beschritten hat, heißt Abschalten und nicht Einschalten zum Schutz für uns und unsere Nachkommen.

Erich Lahartinger, 6020 Innsbruck

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