Leserbrief

Abstandhalten unmöglich gemacht

Mit Ende der Urlaubszeit und Schulwiederbeginn nimmt auch die Zahl von Menschen im öffentlichen Personennahverkehr zu. Leider ist es, etwa am Beispiel der Salzburger Lokalbahn angesprochen, unmöglich, auch nur einen Meter Abstand weiterhin einzuhalten.

Angesichts der offenen Frage, inwiefern (täglicher, sich summierender) Aufenthalt in Öffis Risiken mit sich bringt, als Überträger/Empfänger von Coronaviren zu agieren, ist dieser Zustand nicht ideal. Leider weichen Autobesitzer aus und fahren wieder (mehr) damit.

Derzeit erkranken Menschen im Alter von durchschnittlich 35 Jahren am häufigsten und gerade Kinder, Jugendliche und jüngere Menschen stellen in Öffis nun die überwiegende Mehrheit.

Die größten Herausforderungen für den Planeten Erde stellen mit Sicherheit Umweltschäden, Artensterben oder klimatische menschgemachte Veränderungen dar. Daher sind der Ausbau der Öffis und Maßnahmen, um möglichst viele Menschen zum Umstieg zu bewegen, alternativlos. In der gegenwärtigen Situation wären der Einsatz der größtmöglichen Waggonzahl und höhere Taktung auch von Bussen wünschenswert. Angesichts der Gesundheitsrisiken und potenzieller Folgekosten durch weitere Restriktionen sollten wir uns als Gesellschaft Mehrkosten für besser getaktete Öffis gern leisten!

Christian Mokri, 5110 Oberndorf

Aufgerufen am 24.11.2020 um 07:39 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/abstandhalten-unmoeglich-gemacht-92962195

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