Leserbrief

Abwertung der Familienbeihilfe

Sehr geehrter Herr Koller!


Ihrem Kommentar auf Seite 1 ("Die Mindestsicherung ist kein Almosen", SN vom 14. 3. 19)) und der ergänzenden Berichterstattung auf Seite 3 (Inge Baldinger, "Es wird dauern bis zur neuen Sozialhilfe", SN vom 14. 3. 19) könnte ich weitgehend zustimmen - fehlten nicht zwei notwendige Korrekturen einer "christlichsozialen?" Regierung:

1. Die Abwertung von Mehrkindfamilien bei der zukünftigen Sozialhilfe ist skandalös, denn auch das zweite, dritte, vierte Kind braucht Wohnraum, Essen, Schulsachen etc; außerdem schafft ein derartiges System sinnlosen bürokratischen Mehraufwand. Dies gilt besonders

2. ebenso für die Abwertung der Familienbeihilfe im Ausland lebender Kinder österreichischer Arbeitnehmer! Eine bessere "Entwicklungshilfe" für Familien als eine EU-lohngerechte Familienbeihilfe kann ich mir nicht vorstellen. Fragen Sie bei den Finanzämtern nach, welchen Aufwand die Behörden in diesen Monaten treiben müssen, um dieses schändliche neue System zu implementieren. Ich wage gar nicht daran zu denken was passierte, wenn alles von der EU als gleichheitswidrig wieder gekippt wird:
Die Bürokratie frisst durch unnötige Kosten das Kindeswohl auf.

Vielleicht werden die Sozialpolitiker/innen der Regierungsparteien noch reuemütig wegen unerwarteter Effekte dieser populistischen Maßnahmen eingestehen:
"Das haben wir nicht bedacht".


Dipl. Ing. Josef Braunsteiner, 3250 Wieselburg

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