Leserbrief

Ärztemangel oder Ärzteschwemme

Ich entnehme diversen Berichten (auch den SN), dass die Ärztekammer vor einem Ärztemangel warnt und darf - was heute nicht immer gern gesehen wird - in die Vergangenheit blicken.

Wer hat damals eine Erhöhung der Anzahl von ausgebildeten Ärzten Jahrzehnte blockiert, für wen war jeder neue Medizin-Universität-Standort ungeeignet, wer hat immer darauf verwiesen, dass den niedergelassenen Ärzten ihr berufliches Auslangen gesichert sein muss? Ja richtig, die Ärztekammer!

Und nun holt uns die absehbare Realität ein. Aber wir können ja bestens ausgebildete Ärzte aus Bulgarien, Rumänien usw. beschäftigen. Die EU-weite Ausbildungsstandardisierung sichert eine idente Ausbildungsqualität zu. Angesichts dieser Zusicherung könnten wir das gut mit einem Urlaub in diesen Ländern verbinden und gleichzeitig kleine medizinische Eingriffe in den dort hervorragenden Krankenhäuser durchführen lassen - ist ja eh der selbe Standard!

Leute, kommt hervor aus eurem Marktprotektionismus! Es geht um uns Menschen! Ein hoher Lebensstandard eines Staates wird auch durch eine hohe, erstklassige, bezahlbare medizinische Versorgung definiert. In diesem Sinne kann es nie zu viele Ärzte in Österreich geben. Also ausbilden, ausbilden, ausbilden . . .

Dr. Gerhard Putz (kein Arzt), 5071 Wals

Aufgerufen am 25.11.2020 um 11:58 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/aerztemangel-oder-aerzteschwemme-93330427

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