Leserbrief

AK Zwangs-Pflichtumlage

Wie im Artikel vom 17. April erwähnt ("AK will Beiträge nicht senken, SN vom 17. 4. 19), finanziert sich die AK über die AK-Umlage, die den unselbständig Erwerbstätigen während ihres gesamten Erwerbslebens monatlich vom Lohn, Gehalt (oft nicht einmal am Lohnzettel ersichtlich!) abgezogen, einbehalten wird.
Für die als "gratis" beworbenen AK Dienstleistungen bezahlt daher das AK Pflichtmitglied sein ganzes Erwerbsleben lang und zwar im Voraus!
Obwohl die Wahlbeteiligung bei der kürzlich durchgeführten AK Wahl laut Medien nicht einmal 50 Prozent betrug, interpretiert dies die selbstherrliche AK als "Kundenzufriedenheit". Die AK Zwangsmitglieder sehen dies aber offensichtlich anders.
Die AK Umlage ist eine Pflicht, bzw. Zwangsumlage, selbst bei der Wehrpflicht für männliche Staatsbürger (wo bleibt die Gleichberechtigung?) besteht eine Wahlmöglichkeit, Dienst mit der Waffe oder Zivildienst. Die AK Zwang-Pflichtumlage ist alternativlos, eine z.B. freiwillige Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft wird nicht als "anstatt" anerkannt.
Für mein Demokratieverständnis ist diese AK Zwangs-Pflichtumlage undemokratisch, sie schränkt meine (Wahl-) Freiheit ein.

Mag. Hans-Georg Hollick, 5026 Salzburg

Aufgerufen am 25.10.2020 um 10:04 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/ak-zwangs-pflichtumlage-69205201

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