Leserbrief

Alle reden über das Klima - und wer tut was?

Das Thema Klimawandel hat scheinbar Dauerkonjunktur, doch die vernünftigen Vorschläge halten sich nach wie vor in engen Grenzen.
Unqualifizierte Dauerattacken auf den motorisierten Individualverkehr als das Böse schlechthin werden das Problem nicht lösen, weil es sich dabei um eine Selbstverständlichkeit und eine notwendige Grundlage einer modernen Gesellschaft handelt. Es kann allerdings jeder einzelne versuchen, einen Beitrag zu leisten, doch sollte man mit überzogenen Forderungen nicht übertreiben, weil das niemand mittragen und höchstens den Oppositionsgeist wecken würde. Individuelle Kleinigkeiten allerdings wie moderate Raumtemperaturen, Wäsche mit Solar- bzw. Heizenergie trocknen, keine Festbeleuchtung in unbenutzten Räumen, Rasen mähen mit Elektro statt Benzin, unnötige Autofahrten einschränken bzw. Wege bündeln, konsequente Mülltrennung und Recycling, Bahn statt Kurzstreckenflüge, weniger Lebensmittel entsorgen, Fleisch- bzw. Fischkonsum, vor allem Importe, einschränken etc. könnten in Summe ohne große Einschränkung der Lebensqualität einiges bewirken, alles ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Das wäre wichtiger als theoretische Leitsprüche und unrealisierbare Kampfparolen.

Mag. Martin Behrens, 1230 Wien

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