Leserbrief

Alles braucht seine Zeit

Zu Alexander Purger v. 3. 10.: Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass die hochintelligente Ärztin erst seit zehn Monaten Parteivorsitzende ist. Infrage kommende Landesfürsten aus dem Burgenland und in Kärnten wollten sich diesen Schleudersitz bekanntlich nicht antun. Gerüchte hin, Gerüchte her: Meines Erachtens ist es im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen in der Steiermark, dem Burgenland und in Wien kontraproduktiv, derzeit einen Wechsel an der Parteispitze zu fordern. Dies würde die Partei in noch ärgere Turbulenzen stürzen, als sie es ohnehin schon ist. Und dass eine Quereinsteigerin den seit geraumer Zeit daniederliegenden Tanker SPÖ nicht in einem Zeitraum von zehn Monaten flott machen kann, dürfte wohl auch klar sein. Selbst konservative Medien haben Pamela Rendi-Wagner bescheinigt, dass sie im Rahmen der TV-Duelle an Kontur gewonnen hat. Was ich als langjähriger Sozialdemokrat der Parteichefin empfehle ist, dass sie junge Leute wie den Steirer Max Lercher in ihr Team holt. Zum Beispiel als zweiten Bundesgeschäftsführer. Ein Mann mit Bodenhaftung, dem ich zutraue, dass er die Lufthoheit über den Arbeiterstammtischen wieder zurückgewinnt. Ich könnte mir aber auch durchaus Julia Herr, die streitbare Chefin der sozialistischen Jugend, in dieser Funktion vorstellen.


Herbert Stocker, 5020 Salzburg

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