Leserbrief

Alternative zum Hungertod

Mit großem Entsetzen habe ich am 18. Februar 2020 Frau Tanja Warters Artikel über die Taubenproblematik gelesen. Als Tierärztin sollte sie wissen, dass der Hungertod eine extrem grausame und langsame Art des Sterbens ist. Außerdem würde ich erwarten, dass sie über humane Methoden der Taubenreduktion informiert ist und diese den Menschen nahezubringen versucht.

Modernes Taubenmanagement wird in anderen Städten bereits erfolgreich praktiziert. Das verbissene Verfolgen der unschuldigen Stadtvögel mit Vertreibung und verordnetem Hungertod hat dagegen nirgendwo zum Ziel geführt.

Wie sollte Salzburg das Taubenproblem lösen? Es gibt nur einen zielführenden und nachhaltigen Weg: Die Vögel müssen in Taubenschläge gelockt werden, wo sie artgerecht gefüttert werden. Dort sollen ihnen auch attraktive Nistplätze angeboten werden, sodass die Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden können und die Vermehrung verhindert werden kann.

Ich meine, dass sich eine reiche Stadt wie Salzburg ein tierfreundliches und zielführendes Taubenmanagement leisten kann und es sich als Tourismusstadt auch leisten sollte, denn bettelnde, halb verhungerte und kranke Tiere überall auf den Straßen sind bestimmt keine besondere Attraktion.

Ich hoffe, dass die Politik (vor allem die grüne Baustadträtin Martina Berthold) endlich erkennt, dass es höchste Zeit ist für ein modernes, nachhaltiges Taubenmanagement.


Mag. Berta Angsüsser, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 27.01.2021 um 01:47 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/alternative-zum-hungertod-84027031

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