Leserbrief

An die Salzburger ÖVP-Regierung

Jahrelang immer nur die SPÖ zu kritisieren und beschuldigen wird schön langsam langweilig. Ein Kanzler, der jede Kommunikation mit den Sozialpartnern und der Opposition verweigert, braucht sich nicht wundern, wenn ihm eines Tages das Vertrauen entzogen wird. Kurz hat innerhalb zwei Jahren zwei Regierungen gesprengt!

Nach dem sofortigen Rücktritt von Strache und Gudenus wäre eine Neuwahl nicht von Nöten gewesen. Noch dazu wo Kurz jetzt immer wieder behauptet, dass es eine besonders gute Arbeitsbasis mit den Freiheitlichen gegeben hätte? Slogan: Endlich eine Regierung, die nicht streitet. Wurden wir von dieser Regierung belogen! War es doch nicht so einheitlich,wie es uns immer vorgespielt wurde?

Kurz spricht immer von "Veränderungen". Gesetzlicher 12-Stunden-Tag, Zerschlagung des Gesundheitssystems, Einsparungen bei den Ärmsten der Armen im Land und unzähliges mehr.

Stimmt. Wir brauchen eine Veränderung in diesem Land. Wieder mehr soziales Denken, Handeln, Ehrlichkeit und vor allem Kommunikation!

Das Ziel von Kurz war schon lange bekannt. Er strebt eine Alleinregierung an.
Oder wenigstens eine Regierung ab Herbst mit den Neos und den Grünen.

Herr Haslauer. Sie sind einer der größten Fans von Sebastian Kurz. Ist in Ordnung. Aber jetzt schon vor der Wahl mit ihren unsäglichen Berichten die Leute ( besonders junge Familien ) zu verunsichern: "Dreieinhalb Millionen Euro werden ab September bei der schulischen Nachmittagsbetreuung fehlen. Das neue "Bildungsinvestitionsgesetz" sollte nämlich vom nun durch SPÖ, FPÖ und NEOS abgewählten Ministerrat beschlossen werden. Die Gemeinden hätten mehr Geld für Betreuungspersonal bekommen, sagt Landesrätin Maria Hutter (ÖVP): "Wir werden nicht im Herbst diese Bundesförderung bekommen können. Das bedeutet große Unsicherheit für 6000 Kinder in Salzburg und deren Eltern", finde ich in höchstem Maße geschmacklos.

Der Bundes-SPÖ blieb gar nichts anderes übrig, als den Egotrip von Kurz zu stoppen. Und wenn es nur für ein paar Monaten sein sollte. Hass zu schüren haben wir jetzt schon fast zwei Jahre lang erlebt. Damit muss nun Schluss sein.

Kurt Hofer, 5102 Anthering

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