Leserbrief

Anfrage beim Magistrat wegen Sondermüll

Ein Anruf beim Magistrat Salzburg. Ich höre gefühlte 100 Mal die Tonbandstimme "wir melden uns in Kürze", bis sich doch noch ein menschliches Wesen meiner erbarmt und mich mit der zuständigen Stelle verbindet.

Meine Frage: "Ich wohne im Süden der Stadt Salzburg und habe eine elektrische Zahnbürste zu entsorgen. Wohin kann ich diese bringen?" Antwort: "Nach Maxglan zum Altstoffsammelhof in der Siezenheimer Straße." Ich bin momentan baff, aber nachdem ich meine Sprache wieder gefunden habe, lautet meine Frage: "Wie? Sie wollen mir jetzt nicht weis machen, dass jeder Bewohner der Stadt Salzburg zum Entsorgen eines elektrischen Kleingeräts, deren es eine Vielzahl in jedem Haushalt gibt, zum Altstoffsammelhof nach Maxglan fährt?" "Warum nicht?", lautet die brüske Antwort und schon aufgelegt.

Nein, ich glaube es nicht! In meiner Naivität habe ich mir erwartet, dass es in jedem Stadtteil eine zentrale Sammelstelle für derartige Geräte gibt, wo man diese fachgerecht entsorgen kann. Und ich war der Auffassung, dass es in unserer Stadt ein Bürgerservice gibt. Und dann wundern wir uns, dass der Müll dort landet, wo er nicht landen soll, bestenfalls noch im Restmüll. Ich glaube es nach wie vor nicht, dass es hier kein bürgernahes Service in den Stadtteilen gibt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich bin halt ein unverbesserlicher Optimist!

Christa Wörndl, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 29.11.2021 um 01:45 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/anfrage-beim-magistrat-wegen-sondermuell-77189287

Kommentare

Schlagzeilen