Leserbrief

Angemessene Forderung

Sehr geehrter Herr Fröschl,

am 9. Februar schreiben Sie, die "Gewerkschaft verliert Maß und Ziel", weil sie für die Pflegebranche eine "saftige Lohnerhöhung von sechs Prozent" fordert und eine "35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich".
Ich finde diese Forderung angemessen für eine so anspruchsvolle und mitunter auch belastende Arbeit! Ebenfalls in den SN vom 9. Februar ist eine Stelle ausgeschrieben für "eine/-n engagierte/-n Krankenpfleger/-in mit Erfahrung und eigenem Pkw" als "Stellvertretung der Einsatzleitung und für die Hauskrankenpflege" mit "Gehalt nach SWÖ-KV: mind. 2308,30 Euro bei 100% Anstellung". Erscheint Ihnen das "saftig" viel, Herr Fröschl? Was würden Sie denn erst schreiben, wenn Pflegekräfte mal (wie in Deutschland Piloten) streiken würden? Das anhaltende Gejammer (der Politik) über den Mangel an Pflegefachkräften bei gleichzeitiger Weigerung, die Arbeitsbedingungen wirklich attraktiver zu machen, ist unaufrichtig, ausbeuterisch und wird den Personalmangel nicht beseitigen.

Mag. Thomas Schett, 5020 Salzburg

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