Leserbrief

Anhörung beider Seiten

Betreffend den Leserbrief zum Leserforum Stadt/ Land vom 21. 1. 19:

Sehr geehrte Frau Dr. I. Eberl,


Ihr Leserbrief vom 21. 1. 19 kann so nicht hingenommen werden. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass in einem Rechtsstaat keine Rechtsfindung durch einseitige und (eventuell) unter Druck erfolgte Meinungsbildung stattfinden kann. Es bedarf immer der ausgewogenen und durch die Anhörung beider Seiten erfolgten Abklärung um zu einem korrekten und gerechten Ergebnis zu kommen. Das haben Sie wohl übersehen.
Nur der Lehrer allein ist aus dem Unterricht heraus, dazu in der Lage die verschiedenen Gründe und Kriterien zu beurteilen, um zu einer Note in einem Zeugnis zu kommen. Ein Vater (und ich kann das beurteilen, denn auch ich hatte einen Vater und war selber Vater von schulpflichtigen Kindern) ist immer darauf angewiesen, was er von seinem Kind hört und erfährt - also möglicherweise eine sehr einseitige und unqualifizierte Information. Ein der Schule vorgesetzter Beamter, der keine Hintergründe kennt, ist ebenso wenig dazu in der Lage, eine "gerechte" Beurteilung zu erstellen. Da dieser Beamte im vorliegenden Fall nicht einmal den betroffenen Lehrer angehört hat, hat er sich als völlig unqualifiziert für Führungsaufgaben erwiesen.
Frau Dr. Eberl, ich weiss nicht, was Sie bei dieser Handlungsweise eines Beamten und eines Vaters als rechtlich vorteilhafte Handlung erkennen wollen. Ihre Aussagen sind sicher kein gutes Beispiel. Und schon gar nicht Beispiel für - wie Sie sagen - "mutige Eltern", die Ihren Kindern damit einen Weg aufzeigen, wie man Recht nicht erzwingen kann, sondern damit nur Unrecht erzeugt.

Agnes und Wolfgang Wawzin, 7432 Oberschützen

Aufgerufen am 27.11.2020 um 09:50 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/anhoerung-beider-seiten-64619818

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