Leserbrief

Anschlag mit Drohnen ist möglich

Nach Ansicht von Europol sei ein terroristischer Anschlag mit Drohnen in Europa nicht auszuschließen. Gefährdet sind die kritische Infrastruktur und Großveranstaltungen.
Drohnen sind schon längst die Allzweckwaffe von Rebellen und irregulären Kräften. Nach der Niederlage des IS in Syrien, genießt das Thema in der Propaganda der Dschihadisten große Aufmerksamkeit. Außerdem haben einige aus Syrien nach Europa zurückgekehrte Kämpfer bereits Erfahrung in der Handhabung von bewaffneten Drohnen.
Das Bundesheer reagiert auf diese Bedrohung mit einer elektronischen Drohnenabwehr (ELDRO), die leichte Drohnen orten, erkennen und stören kann. Mit sogenannten "Jammern" können Funk- oder GPS-Signale der Drohnen gestört werden. Störsender sind gegen handelsübliche Drohnen sehr wirksam, jedoch sind sie kaum gegen militärisch genutzte (professionelle) Drohnen erfolgreich, da diese effektive Gegenmaßnahmen eingebaut haben.
Für die Abwehr von "militärischen" Drohnen können Laserkanonen mit automatischer Zielerfassung, radargesteuerte Fliegerabwehrkanonen mit schrotähnlicher Munition und leichte Fliegerabwehrlenkwaffen eingesetzt werden. Maschinenkanonen und Lenkwaffen (Raketen) haben den Nachteil, dass trotz Selbstzerlegung der Geschosse, ein Kollateralschaden nicht auszuschließen ist. Laserwaffen sind in fortgeschrittener Entwicklung, haben aber die Truppenreife noch nicht erreicht.


Oberst iR Kurt GÄRTNER, 4600 WELS

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