Leserbrief

Appell an die Verkehrspolizei

In Stadt und Land Salzburg ist es Brauch, den Blinker nicht zu benützen, weder beim Abbiegen an einer Kreuzung noch beim Fahrbahnwechsel oder beim Anhalten am Straßenrand. Selbst Polizeifahrzeuge scheinen die Blinkregel der Straßenverkehrsordnung nicht zu kennen. Höchstens ein Viertel der Lenker betätigen den Blinker und davon etliche erst im letzten Moment, wenn sie bereits das Lenkrad drehen.
Nicht besser verhalten sich die Radfahrer. Handzeichen sind unbekannt. Den Radlern kann man noch zugutehalten, dass sie keine Führerscheinprüfung ablegen müssen.
Beängstigend ist auch die Salzburger Übung, bei Gelb noch Gas zu geben und bei Rot über die Kreuzung oder den Zebrastreifen zu flitzen. Würde das Anbringen von gut sichtbaren Kameras bei Kreuzungen oder Zebrastreifen nicht Abhilfe schaffen?
Ich bitte die Fahrschulen, ihre Schüler besser auszubilden und die Polizei - ich appelliere an den Polizeipräsidenten - nicht tatenlos zuzusehen, sondern die Verkehrsteilnehmer zu einem Fahrverhalten zu erziehen, wie es in anderen westeuropäischen Ländern selbstverständlich ist.
Salzburg ist ein gefährliches Pflaster.


Norman Dick, 5026 Salzburg

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