Leserbrief

Arbeit statt Marketing

Die derzeitige Übergangsregierung zeichnet sich durch ruhige, kontinuierliche und sachorientierte Arbeit aus. Sie hat fundierte Analyse- und Grundlagenarbeit in den Ministerien (z. B. Inneres, Soziales, Landesverteidigung) für die nachfolgende Regierung geleistet. Und das ganz ohne überbordendes Marketing und diese unsägliche "Message Control", die bei "Schwarz-Blau" so grässlich dominiert haben.

Diese Beamtenregierung hat wirklich "am System" gespart: Die Ministerbüros wurden radikal verkleinert, es gibt keine teuren Generalsekretäre mehr, die jedem Ministerium erstmals bei "Schwarz-Blau" vorgestanden sind. Man lässt die hervorragende Beamtenschaft ohne Misstrauen einfach arbeiten.

Jetzt wissen wir: Wenn in Zukunft ein Politiker verkündet, es wird "am System" gespart, dann ist das Gegenteil der Fall! Man wünscht sich fast, künftige Koalitionsverhandlungen mögen etwas länger dauern, damit die Arbeit so unaufgeregt weitergeht.

Dipl.-Ing. Herbert Graffer, 5082 Grödig

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